DLR-Forscher wollen den Schadstoffabbau in der Stratosphäre untersuchen
Mit neuem Flugzeug höher hinaus

Die deutschen Atmosphärenforscher bekommen ein neues Höhenflugzeug. Das Forschungsflugzeug Halo (High Altitude and Long Range Aircraft) soll ab 2008 vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) zu Forschungsflügen weltweit eingesetzt werden und das 26 Jahre alte Vorgängermodell, die Dassault Falcon 20, ersetzen. Die Vorentscheidung für das neuen Forschungsflugzeug war bereits Anfang 2003 gefallen, die konkrete Einplanung im Haushalt erfolgte aber erst Anfang diesen Monats.

HB KÖLN. Mit der neuen Maschine werde die deutsche Atmosphären- und Umweltforschung einen großen Sprung nach vorne machen, sagt der Vorstandsvorsitzende des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), Siegmar Wittig. Der neue Flieger soll die Forscher in eine Höhe von mehr als 15 Kilometer bringen, drei Tonnen Nutzlast zuladen und zwölf Wissenschaftlern mitnehmen können, die an Bord wissenschaftliche Untersuchungen vornehmen wollen. Der jetzige Höhenflieger, die Falcon 20, kommt nur auf eine Flughöhe von gut zehn Kilometern, kann nur eine Tonne Nutzlast mitnehmen und bietet maximal drei Wissenschaftlern Platz.

Die Suche nach einem geeigneten Flugzeug hatte sich vor einigen Jahren auf die beiden Business Jets Gulfstream 550 und Bombardier Global Express konzentriert. Nachdem Anfang 2002 das amerikanische National Center for Atmospheric Research (NCAR) die G 550 des amerikanischen Herstellers Gulfstream Aerospace für seine Umweltforschung ausgewählt hatte, lief auch die Entscheidung für das deutsche Höhenflugzeug auf diesen Flugzeugtyp zu. Der Kaufvertrag für die Gulfstream 550 soll noch in diesem Monat unterzeichnet werden.

Bei der Umrüstung des Höhenflugzeuges wird sich die DLR an dem amerikanischen Vorbild orientieren, das beim Hersteller Gulfstream umgebaut wird und bereits 2005 in Betrieb gehen soll. Die Deutschen werden jedoch nicht alle Änderungen beim Herstellerwerk in Savannah durchführen lassen. So sollen die Rumpfausschnitte für zusätzliche Fenster und Sensoren von der Firma Ruag in Oberpfaffenhofen ausgeführt werden.

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