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DNA-Test soll Mozarts Schicksal klären

Ein Wiener Wissenschaftler will jetzt anhand einer DNA-Analyse prüfen, ob ein im Salzburger Mozarteum liegender Schädel wirklich der von Wolfgang Amadeus Mozart ist. Am vergangenen Wochenende begannen Experten mit der Öffnung des Grabes der Familie Mozart auf dem Sebastiansfriedhof in Salzburg.

dpa SALZBURG. Ein Wiener Wissenschaftler will jetzt anhand einer DNA-Analyse prüfen, ob ein im Salzburger Mozarteum liegender Schädel wirklich der von Wolfgang Amadeus Mozart ist. Am vergangenen Wochenende begannen Experten mit der Öffnung des Grabes der Familie Mozart auf dem Sebastiansfriedhof in Salzburg.

Dort will der Gerichtsmediziner Christian Reiter Proben eines Skeletts entnehmen, das möglicherweise von der mit 16 Jahren gestorbenen Nichte Mozarts, Jeanette, stammte. Ein DNA-Vergleich könnte dann endgültig klären, ob der im Mozarteum aufbewahrte Schädel tatsächlich der von Wolfgang Amadeus ist.

W.A. Mozart war 1 791 in Wien im Alter von 35 Jahren gestorben und zunächst in einem Armengrab auf dem Friedhof St. Marx beigesetzt worden. Erst Jahre später wurde der Leichnam exhumiert und in ein Einzelgrab verlegt. Bis heute ist aber nicht klar, ob es sich bei dem Skelett wirklich um den Komponisten handelte.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur APA vom Montag wurden in Salzburg den vergangenen Tagen drei nebeneinander liegende Gräber freigelegt. Im mittleren Grab fanden die Archäologen das gut erhaltene Skelett einer jungen Frau. Dabei könnte es sich um Jeanette, die im Alter von 16 Jahren gestorbene Tochter der Schwester Mozarts (Nannerl) handeln, mutmaßen die Wissenschaftler.

Genaueres werde man aber erst nach den DNA-Analysen sagen können, erläuterte Reiter, der sich auf die Analyse von Skeletten historischer Persönlichkeiten spezialisiert und in Salzburg unter anderem Paracelsus untersucht hat. Reiter wurde auch mit der Untersuchung der Gebeine aus dem Grab der Familie Mozart beauftragt.

Wie Reiter erläuterte, sind die weiblichen Erblinien zur Identifizierung des Mozart-Schädels besonders interessant. Die so genannte mitochondrische DNA werde über die Mutter weitergegeben. Die Mutter Mozarts hat die Erbinformation an Wolfgang Amadeus und seine Schwester Nannerl weitergeben. Deren Erbgut wäre wiederum mit jenem ihrer Tochter vergleichbar - und würde so die „heiße Spur“ zu Mozarts Schädel sein, erläuterte der Gerichtsmediziner.

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