„Dragon“ auf dem Weg ins All
Start geglückt, Trägerrakete verfehlt Ziel

Nach der Explosion eines Raumfahrt-Frachters vor rund zwei Monaten ist wieder ein Versorgungs-Transporter ins All gestartet. Der Versuch, die Trägerrakete nach dem Start wieder sicher zu landen, scheiterte allerdings.
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Cape CanaveralZwei Monate nach der Explosion eines unbemannten Versorgungsfrachters ist erstmals wieder ein privater US-Raumtransporter zur Internationalen Raumstation ISS gestartet.

Der von dem Unternehmen SpaceX betriebene „Dragon“ hob am frühen Samstagmorgen (Ortszeit) erfolgreich vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida ab, meldete die US-Raumfahrtbehörde Nasa per Twitter.

„Dragon“ hat bereits vier Versorgungsflüge zur ISS hinter sich, sieben sollen noch folgen.

Bei diesem Flug wollte Betreiber SpaceX aber eine Neuheit testen: Ein Teil der Rakete sollte nach dem Start und dem Abkoppeln des Frachters auf einer schwimmenden Plattform im Atlantik niedergehen und dann wiederbenutzt werden. Doch der Versuch ist gescheitert.

Die erste Stufe der unbemannten Falcon-Rakete habe zwar die Plattform mehrere hundert Kilometer vor der Küste Floridas erreicht, sagte der Milliardär Elon Musk, dessen Firma SpaceX im Auftrag der Nasa das private Raumfrachtprogramm betreibt. Sie sei aber zu hart gelandet und auseinandergebrochen.

Es war der erste Versuch überhaupt, eine Trägerrakete wieder vertikal zu landen. „Knapp, aber diesmal keine Zigarre“, sagte Musk.

Die Dragon-Kapsel mit mehr als 2300 Kilogramm Essen, Experimenten und anderen Gegenstände war jedoch sicher auf dem Weg zur ISS-Besatzung.

SpaceX hatte die Rakete bereits am Dienstag ins All schicken wollen. Technische Probleme hatten den Start aber verzögert.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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