Drei Millionen Haushalte
Digital-TV kommt langsam voran

Das digitale Fernsehen kommt in Deutschland nur langsam voran: Anfang Juni verfügten etwa drei Millionen Haushalte über einen Digital-Receiver, wie die Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGF) auf einer Tagung am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte.

HB/dpa WIESBADEN. Im Frühjahr 2002 waren es nur 2,42 Millionen gewesen. Damit haben derzeit 8,8 Prozent der Fernsehhaushalte eine digitale Empfangsmöglichkeit.

AGF-Vorsitzender Martin Berthoud sprach von ersten Anzeichen, dass das Digital-TV den Kreis der jüngeren, technikfreundlichen Nutzer überschreite. Dennoch bleibt der Anteil der Männer und der unter 50- Jährigen überproportional groß. Digital-Receiver finden sich zudem häufiger in Haushalten mit Kindern sowie mit überdurchschnittlichem Einkommen.

Wenig Unterschiede zeigen sich dagegen bei der Nutzung: In analogen Haushalten läuft der Fernseher im Schnitt 184 Minuten pro Tag, in digitalen 197 Minuten. Über die Hälfte dieser Zeit zeigt er analoge Programme. Insgesamt kommt die digitale TV-Nutzung damit auf einen Marktanteil von 5,4 Prozent. Sie wachse langsamer als angenommen, angesichts der wirtschaftlichen Lage aber „erstaunlich bemerkbar“, sagte Berthoud.

Als Gründe sieht die AGF das derzeit dünne Angebot digitaler Programme und die Vielfalt frei zugänglicher Kanäle in den Kabelnetzen. In England, wo der Anteil digitaler TV-Fernsehhaushalte schon Ende 2001 über 40 Prozent lag, habe es weit weniger frei empfangbare Sender und weit weniger verkabelte Haushalte gegeben.

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