Druckereien
Vernetzung senkt den Kostendruck

Seit Jahren schon feilt die Druckbranche am sogenannten „Job Definition Format“ (JDF). Und tatsächlich: Die Protagonisten des Projekts kommen ihrem Ziel allmählich näher. Ziel der JDF-Pioniere ist es, die Arbeitsabläufe zu verschlanken, zu automatisieren und zu rationalisieren – und so in den Druckereien Arbeitsplätze überflüssig zu machen.

DÜSSELDORF. Durch das Bündeln aller Druckprozesse komme man der Vision einer wirklich „vernetzten Druckerei“ näher, sagen die Befürworter, von denen es in der Branche immer mehr gibt. Das Format, das die verschiedenen Systeme vernetzen soll, hat damit das Zeug, sich zu einem echten Standard zu mausern.

Ein Unternehmen, das bereits intensiv mit JDF arbeitet, ist das IT-Haus Megalith aus St. Georgen. Die Schwarzwälder produzieren Software für die Druck- und Medienbranche, erzeugen Daten für JDF-Dateien und kooperierenmit dem Fotospezialisten Agfa. Dieser führte der Fachwelt die Vorzüge des Formats jüngst mit einem 16-seitigen Kundenmagazin vor Augen. Dabei wurden Auftragseingang und -vorbereitung zunächst im Management Informationssystem (MIS) von Megalith angelegt, danach per JDF-Datei an das Vorstufen-Produktionssystem geschickt. Nach der endgültigen Freigabe sendete das Unternehmen auch die Produktionsdaten automatisch weiter in die Leitstände der Druckmaschinen und in die Weiterverarbeitung. Alle Vorgänge wurden während der gesamten Produktion im MIS rückgemeldet.

Mark Wilton, Marketing-Experte von Kodak, zeigt sich davon überzeugt, dass sich JDF als Standard in der Branche durchsetzen werde. „Die Druckerindustrie hat ganz klar bewiesen, dass die durch JDF möglich gemachte Automatisierung technologische Vorteile bringt“, erläutert Wilton, der auch für das CIP4-Konsortium tätig ist. CIP4, das ist die „International Cooperation for the Integration of Processes in Prepress, Press and Postpress“, also ein Zusammenschluss von Herstellern, Beratern und Anwendern aus der Druckindustrie. Das Gremium ist zuständig für die Spezifikation und Dokumentation von JDF. Mittlerweile gehören der Organisation, die ihren Sitz in Zürich hat und ein Sekretariat in Darmstadt unterhält, 315 Mitglieder an.

Die Branche setzt große Hoffnungen auf JDF, weil es als offenes, auf XML basierendes Dateiformat einige Probleme lösen könnte. So kann es alle anfallenden Prozessvorgänge koordinieren, Management- und Produktionsdaten zusammenführen, und es erlaubt den Einsatz von Komponenten verschiedener Hersteller.

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