Edelmetall In Australien wächst Gold auf den Bäumen

Teile Australiens gehören zu den goldreichsten Regionen der Erde. Jetzt haben Forscher nachgewiesen, dass dort Gold sogar auf Bäumen wächst. Laubsammeln dürfte sich in dem untersuchten Gebiet aber trotzdem kaum lohnen.
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Eukalyptus-Bäume können Goldvorkommen aufspüren helfen. Quelle: dpa

Eukalyptus-Bäume können Goldvorkommen aufspüren helfen.

(Foto: dpa)

DüsseldorfEukalyptus-Bäume können bei der Suche nach Goldvorkommen helfen. Spuren des kostbaren Metalls finden sich in den Blättern, wenn der Eukalyptus in goldhaltiger Erde wurzelt, berichten australische Wissenschaftler im Fachjournal „Nature Communications“.

Die Goldpartikel werden offenbar von den Pflanzen mit dem Wasser aufgenommen und bis in die Blätter befördert. Zwar sei schon vorher Gold in einigen Pflanzen gefunden worden, es sei aber unklar gewesen, ob das Metall nicht über die Luft auf die Blätter gelangte, , schreibt das Team um Melvyn Lintern von der australischen Forschungsbehörde CSIRO.

In Gold anlegen, aber wie?
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Gold gilt als Inbegriff für Sicherheit und Werterhalt. Kein Wunder, dass die Schuldenkrise - wie schon die Finanzkrise zuvor - Anleger scharenweise in den "sicheren Hafen" Gold getrieben hat. Das vorläufige Allzeithoch hat der Preis am 6. September 2011 mit 1920 US-Dollar aufgestellt. Seitdem ist der Preis etwas gefallen - aktuell kostet eine Feinunze 1678 Dollar.

Was für steigende Goldpreise spricht, wo die Chancen und Risiken liegen und welche Möglichkeiten Anleger haben, in Gold zu investieren, zeigt der folgende Überblick.

Foto: Südafrikanische Krügerrand Goldmünze

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Anleger haben viele Möglichkeiten, vom steigenden Goldpreis zu profitieren. Neben Schmuck, Münzen und Barren sind das Aktien Goldminenbetreibern, außerdem spezialisierte Investmentfonds, börsengehandelte Indexfonds und Zertifikate. All diese Investments haben ihre speziellen Vor- und Nachteile.

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Für Goldinvestments spricht, dass der Rohstoff knapp und nicht beliebig vermehrbar ist, im Gegensatz zu Geld. Notenbanken können theoretisch jeder Zeit die Notenpressen anschmeißen. Eine Geldflutung der Märkte erzeugt dann hohe Inflation. Gold gilt als Inflationsschutz. Sehr langfristig gedacht sollte daher jeder Bürger seine eigene Notenbank sein und etwas physisches Gold halten, empfehlen Experten. Weil Gold keine Zinsen beziehungsweise Renditen abwirft und deshalb allein aufgrund der Wertsteigerung des Edelmetalls attraktiv ist, entwickeln sich Goldanlagen umso erfreulicher, je länger diese gehalten werden können.

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Die Schmuckindustrie ist noch immer für den größten Teil der physischen Goldnachfrage verantwortlich. Doch mittlerweile kaufen hauptsächlich die Manager von Indexfonds (Exchange Traded Funds, kurz ETFs) wie dem an der amerikanischen Börse gehandelten Spider Gold Trust ETF große Mengen physischen Goldes auf. Auch sicherten im Zuge der Finanzkrise immer mehr Vermögensverwalter die Depots ihrer Kunden mit Gold ab. Gleichzeitig wird weniger Gold produziert.

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Aus der Förderung der Goldminen kamen im vergangenen Jahr 2.500 Tonnen Gold, im Jahr 2009 waren es 2.450 Tonnen. Wichtigste Förderländer sind China, die USA und Australien. Im wichtigsten Förderland Südafrika, das 2007 erstmals seit mehr als 100 Jahren seinen Titel als weltgrößter Produzent des Edelmetalls verloren hat, geht die Produktion seit Jahren zurück. Noch im Jahr 1970 erreichte die Produktion 1.000 Tonnen Gold im Jahr. 2010 waren es nur noch 190 Tonnen. Größtes Förderland ist mittlerweile China mit 345 Tonnen. Dazu kommt: Die internationalen Notenbanken lagern mehr als 30.000 Tonnen Gold in ihren Tresoren.

Foto: ap

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Die klassische Variante der Goldanlage für Kleinanleger ist die südafrikanische Krügerrand-Goldmünze. In der Standardausführung wiegt sie genau eine Unze (31,1 Gramm). Anleger sollten die Münzen am besten bei einer Bank oder einem Edelmetallhändler kaufen, um nicht auf eine Fälschung hereinzufallen. Krügerrand-Käufer entgehen der Mehrwertsteuer, von der Anlagemünzen seit einigen Jahren befreit sind. Auch die Abgeltungsteuer greift bei Wertsteigerungen von Goldmünzen nach einem Jahr Haltedauer nicht mehr.

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Andere Goldmünzen als der Krügerrand sind für Kleinanleger kaum zu empfehlen, es sei denn man betätigt sich als Münzsammler (Fachbegriff: Numismatiker). Aufwendige Prägungen, Auflage-Limitierungen und Beschaffung müssen stets mitbezahlt werden. Durch diesen „Liebhaberpreis“ kosten viele Goldmünzen leicht ein Vielfaches im Vergleich zu Barrengold. Umgekehrt kaufen Händler Sammlermünzen oft nur mit einem Abschlag. In einigen Fall wird sogar nur das gewogene Goldgewicht bezahlt. Auch die Banken zahlen beim Ankauf von Münzen und Barren weniger als beim Verkauf. Sie nehmen in der Regel zudem nur gängige Münzen an.

Die Ergebnisse könnten bei der Suche nach bisher unbekannten Vorkommen des Edelmetalls helfen, schreiben die Forscher. Es sei viel günstiger, Blätter zu untersuchen, als Bohrkerne aus dem Boden zu holen. Außerdem könnten trockene Gegenden mit sandigen Böden erkundet werden, wo Bohrungen schwierig seien.

In der untersuchten Region Freddo im Westen Australiens reichten die Wurzeln der Bäume mehr als 30 Meter tief bis in die goldreiche Zone. Spuren des Metalls wurden in Stamm, Ästen und Blättern der teils mehr als zehn Meter hohen Bäume nachgewiesen. Die höchste Goldkonzentration fanden die Forscher im Laub.

Trotzdem dürfte sich Laubsammeln in dem Untersuchungsgebiet nicht lohnen. Die Goldkonzentration in den Eukalyptus-Blättern ist dort zwar bis zu 800 Mal höher als an anderen Standorten, trotzdem kommt das Edelmetall nur in einer Konzentration von etwa 80 Partikeln pro einer Milliarde Teilchen vor. Wer 100 Tonnen Blätter pflückt, könnte daraus nur etwa acht Gramm Gold gewinnen.

Finanziert wurde die Studie von mehreren der weltgrößten Goldproduzenten. Auf Basis der Ergebnisse wurde in Australien sogar bereits in zwei neue Minen investiert. Dort könnte Gold im Wert von mehreren Milliarden Australischen Dollar gefunden werden, schätzen die Forscher.

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