Ein auf physikalischen Gerätebau spezialisiertes Unternehmen aus Berlin zählt zu den heimlichen Marktführern
Mit Vakuumtechnik an die Weltspitze

Die Feinwerk- und Messtechnik GmbH (FMB) wird von Branchenkennern gern als „stiller Star“ tituliert. Denn das mittelständische High-Tech-Unternehmen aus Berlin-Adlershof hat sich 15 Jahre nach seiner Gründung zum Weltmarktführer unter den Anbietern hoch spezialisierter Geräte der Vakuumtechnik gemausert.

BERLIN. Genauer gesagt: FMB ist führend in der Herstellung von Ultrahochvakuumsystemen für die Synchrotronstrahltechnik. Das klingt kompliziert. Ist es auch. „Wir bewegen uns am Rande des technisch Machbaren“, sagt Uwe Schneck, Geschäftsführer bei FMB.

Darum geht es: In Speicherringen wie Bessy, Cern oder Desy werden Elektronen im luftleeren Raum gespeichert, beschleunigt und durch Magneten so gelenkt, dass dabei Licht entsteht. Von diesem Lichtstrahl, der so genannten Synchrotronstrahlung, werden wiederum gezielt bestimmte Wellenlängen abgespalten. So lassen sich dann unter anderem Stoffe analysieren, bearbeiten und Materialeigenschaften überprüfen.

Das Verfahren kommt zum Beispiel bei der Herstellung von Nanostrukturen, etwa in der Chip-Produktion, zum Einsatz. Es lassen sich aber auch Lebensprozesse menschlicher Zellen in Millionstel Sekundenbruchteilen sichtbar machen. Daher spielen die Strahlen bei der Genomforschung eine große Rolle, um Kristall- und Proteinstrukturen zu analysieren.

Spätestens damit wird klar, was Schneck meint, wenn er sagt: „Unsere Entscheidung, den Schwerpunkt auf die weltweit expandierende Synchrotronstrahltechnik zu legen, hat sich als richtig erwiesen.“ Anfangs stellte die Firma übliche Vakuumtechnik her und sah sich damit in einer Reihe mit etlichen Mitbewerbern. „Um sich am Markt zu behaupten, haben wir uns auf diesen diffizilen Bereich der Spitzentechnologie spezialisiert“, erläutert der Fertigungstechnikingenieur.

Bei den Vakuumsystemen gibt es weltweit kaum eine Hand voll Mitbewerber. Bei den so genannten Beamlines, jenen Komponenten, die den Synchrotronstrahl aufbereiten, ist es ein knappes Dutzend. Ein überschaubares Feld, auf dem sich die Berliner durch Innovationen dauerhaft behaupten wollen. Nur konsequent, dass sich der kleine Mittelständler eine eigene Entwicklungs- und Konstruktionsabteilung leistet, in der sich ein Drittel der 50 Mitarbeiter wiederfindet. „Dabei pflegen wir die Zusammenarbeit mit in- und ausländischen Wissenschaftlern“, sagt Schneck.

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