Ein intelligentes Sensorsystem meldet rechtzeitig den Verschleiß von Maschinenbauteilen
Die Früherkennung wird erschwinglich

Klüger und kostensparender wäre es für Unternehmen, den Verschleiß wichtiger Bauteile frühzeitig zu erkennen, um sie stets zum rechten Zeitpunkt ersetzen zu können. Sensoren und eine zentrale Messauswertung helfen dabei.

DÜSSELDORF. Ein pannenbedingter Stillstand in der Produktion ist der Alptraum jedes Unternehmers. Längere Ausfälle von Maschinen und Anlagen können leicht Hunderttausende Euro kosten. Um solche Maschinenschäden zu verhindern, setzen die meisten Betriebe auf eine vorbeugende Instandhaltung: Vorsorglich werden dabei Verschleißteile nach einer gewissen Laufzeit ausgetauscht.

Klüger und kostensparender wäre es allerdings, den Verschleiß wichtiger Bauteile frühzeitig zu erkennen, um sie stets zum rechten Zeitpunkt ersetzen zu können. Sensoren und eine zentrale Messauswertung helfen dabei. „Die Investition in diese meist noch sehr kostspielige Diagnosetechnik rechnet sich jedoch nur bei teuren Maschinenteilen wie Turbinen oder Großgetrieben“, sagt Sven Carsten Lange, Spezialist für die Vermessung von Präzisionsmaschinen am Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie in Aachen. Diese Preishürde könnte nun auf breiter Front fallen: Dem Messtechnikhersteller, Ifm Electronic in Essen, ist es gelungen, die Zustandsüberwachung von Elektromotoren und Getrieben erheblich einfacher und billiger zu gestalten. Damit lohnt es sich künftig, auch kleinere Aggregate mit der Früherkennung auszustatten.

Das Besondere an der Entwicklung, die von der Jury unter die Top 5 des Hermes Awards gewählt wurde: Der Sensor wertet die Messsignale direkt aus und zeigt das Ergebnis bereits an der Maschine an. Grüne, gelbe oder rote Leuchtdioden am Diagnosesystem zeigen unmissverständlich, ob noch alles in Ordnung ist oder ob sich Schäden andeuten und das Bauteil besser ersetzt werden sollte. „So wird das Bedienpersonal in der Fabrik rechtzeitig auf einen drohenden Ausfall der Maschine oder Anlage aufmerksam gemacht“, sagt Thomas May, der in der Ifm-Geschäftsführung für die Produktentwicklung verantwortlich ist.

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