Forschung + Innovation
Ein Schopf voller Stammzellen

Der eigene Haarschopf könnte Patienten jene Stammzellen liefern, die nach Meinung von Medizinern einmal Leiden wie die Parkinsonsche und die Alzheimer-Krankheit heilen könnten.

dpa WASHINGTON. Der eigene Haarschopf könnte Patienten jene Stammzellen liefern, die nach Meinung von Medizinern einmal Leiden wie die Parkinsonsche und die Alzheimer-Krankheit heilen könnten.

Amerikanische Forscher haben nachgewiesen, dass der Follikel, ein kleiner Sack nahe der Haarwurzel, mit Stammzellen angefüllt ist, die sich zu anderem Gewebe entwickeln können. Sie wachsen unter geeigneten Umständen erst zu Nervenzellen und anschließend zu einer Fülle weiterer Körperzellen heran.

Yasuyuki Amoh von der Anticancer Inc. in San Diego (Kalifornien) sowie Kollegen in den USA und Japan stellen ihr Ergebnis in der Onlineausgabe der „Proceedings of the National Academy of Sciences“ (www.pnas.org/cgi/doi/10.1 073/pnas.0 501 263 102) vom Dienstag vor. Demnach bergen Haarfollikel ein Reservoir viel versprechender Stammzellen, die sich unter anderem in neue Haut- und Muskelzellen verwandeln.

Die Forscher machten mit Barthaaren einer Maus die Probe aufs Exempel. Tatsächlich reiften die Stammzellen aus den Follikeln an der Wurzel der Maushaare unter anderem zu Nerven- und Schwann-Zellen, die an Nervenfasern liegen, sowie zu Pigment formenden Zellen heran. Haarfollikel unterliegen einem Zyklus von Wachstum, Rückschritt und Ruhe. Stammzellen bilden sich vorwiegend in der Wachstumsphase, erläutern die Forscher in den Pnas.

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