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Ein Viertel aller Affen vom Aussterben bedroht

Antananarivo (dpa)- Ein Viertel aller Affen und Halbaffen steht vor der Ausrottung. Hauptursachen sind die Rodung der Wälder, die Jagd nach Affenfleisch und illegaler Tierhandel.

Antananarivo (dpa)- Ein Viertel aller Affen und Halbaffen steht vor der Ausrottung. Hauptursachen sind die Rodung der Wälder, die Jagd nach Affenfleisch und illegaler Tierhandel. Das geht aus einem Bericht der Weltnaturschutzunion (Iucn) und weiterer Organisationen hervor, der am Donnerstag in Madagaskar veröffentlicht wurde. Daran haben mehr als 50 Experten aus 16 Ländern mitgewirkt. Insgesamt haben die Forscher 625 Arten und Unterarten der Primaten registriert.

Auf der aktuellen Liste der 25 am meisten bedrohten Primaten finden sich Arten aus 17 Ländern, darunter der Östliche Flachlandgorilla (Gorilla beringei) in Afrika, der Sumatra-Orang-Utan (Pongo abelii) aus Indonesien und das südamerikanische Gelbbrustkapuzineräffchen (Cebus xanthosternos). Es handelt sich um die dritte Auflage der im Jahr 2000 erstmals erschienenen Auflistung.

Durch Abholzung der Wälder sind allein in Madagaskar die Hälfte, der ausschließlich dort lebenden Lemuren-Arten vom Aussterben bedroht. Ohne sofortige Schritte zur Rettung dieser einzigartigen Lebewesen und ihres Lebensraums werde der Mensch ein weiteres Stück lebendiges Naturerbe für immer verlieren, warnte Russel A. Mittermeier, Präsident der Artenschutzorganisation Conservation International (CI).

Vom illegalen Tierhandel seien besonders die Primaten in Südost- Asien betroffen, berichtete Chantal Elkin von CI. Vielerorts stünden die nächsten Verwandten des Menschen auf dem Speiseplan. In einigen Regionen würden Gorillas und Orang-Utans noch in der traditionellen Medizin benutzt, sagte Elkin weiter.

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