Forschung + Innovation
Eine Reise zum Ursprung des Sonnensystems

In die Kometensonde Rosetta setzen Esa und Arianespace große Hoffnungen. Nach der aufgrund technischer Probleme erzwungenen Startverzögerung von einem Jahr musste der Start erneut um eine Woche verschoben werden. Nun baut man fest darauf, dass am beim zweiten Versuch alles reibungslos funktioniert und die Weltraumforschung in zehn Jahren Aufschlüsse über den Ursprung unseres Planetensystems und vielleicht auch den des Lebens auf der Erde gewinnen wird.

HB DÜSSELDORF. Rosetta ist die erste Kometensonde, die ihr Ziel nicht nur umkreisen, sondern auch ein Landegerät absetzen soll. Das Weltraumprojekt enthält elf wissenschaftliche Experimente und wird, wenn alles läuft wie geplant, im Jahr 2014 die bisher ausführlichsten Untersuchungen an einem Kometen durchführen.

Der Name der Mission soll an den im 19. Jahrhundert entdeckten „Rosetta Stone" erinnern, das Schlüsseldokument zur Entzifferung der ägytischen Hieroglyphen. Von der Weltraumsonde Rosetta erhofft man sich Aufschluss über die Geheimnisse der Entstehung des Sonnensystems.

Ursprünglich war der Start von Rosetta für Januar 2003 an Bord einer Ariane 5 vorgesehen. Wegen technischer Probleme im Dezember 2002 - eine Ariane 5 plus musste noch während der Startphase gesprengt werden - haben Esa und Arianespace die Mission um ein Jahr verschieben. Damit geriet das ursprüngliche Ziel, der Komet Wirtanen, außer Reichweite. Als neues Ziel wurde der Komet Churyumov-Gerasimenko ausgesucht.

Die Rosetta-Mission der Esa ist die erste, die einen Kometen über längere Zeit aus nächster Nähe untersuchen soll. Wenn im jahr 2014 die Sonde plangemäß in eine Umlaufbahn um den Kometen Churyumov-Gerasimenko einschwenkt, wird sie eine Landeeinheit auf den Eiskern des Kometen schicken. Der Orbiter wird den Kometen ein Jahr lang umkreisen, während er sich mehr und mehr der Sonne annähert. Auch wenn der Komet sein Perihel - die größte Annäherung an die Sonne - erreicht hat, wird die Sonde noch ein weiters halbes Jahr in ihrer Umlaufbahn bleiben.

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