Forschung + Innovation
Einsteinjahr 2005 - Ein Fest für den Wissenschaftler

Ein Fest für ein Genie: Mit Ausstellungen, Kongressen und Kunstaktionen feiert Deutschland im kommenden Jahr den Nobelpreisträger Albert Einstein (1 879-1955). Damit steht zum ersten Mal ein Mensch im Mittelpunkt eines Wissenschaftsjahres.

dpa BERLIN. Ein Fest für ein Genie: Mit Ausstellungen, Kongressen und Kunstaktionen feiert Deutschland im kommenden Jahr den Nobelpreisträger Albert Einstein (1 879-1955). Damit steht zum ersten Mal ein Mensch im Mittelpunkt eines Wissenschaftsjahres.

Das sagte Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) am Mittwoch in Berlin. Hintergrund ist Einsteins „wundersames Jahr der Entdeckungen“ vor einem Jahrhundert: In diesem „annus mirabilis“ 1905 veröffentlichte der „technische Experte III. Klasse“ am Berner Patentamt nicht nur seine Spezielle Relativitätstheorie, sondern auch mehrere andere bahnbrechende Erkenntnisse, die ihm unter anderem den Nobelpreis eintrugen. Auch international wird 2005 als Einsteinjahr begangen, im Rahmen des weltweiten „Jahrs der Physik“.

Gewürdigt werden soll Bulmahn zufolge mit dem deutschen Einsteinjahr nicht nur der Physiker, sondern auch der Weltbürger, Pazifist und Querdenker Einstein. An Einsteins Lebensleistung wird insbesondere an seinen Wirkungsorten Berlin und Potsdam erinnert. Als Herzstück des Einsteinjahres ist von Mitte Mai bis Oktober im Berliner Kronprinzenpalais die Ausstellung „Ingenieur des Universums“ zu sehen. Die Schau beleuchtet Einsteins maßgebenden Einfluss auf die Wissenschaft des 20. Jahrhunderts.

Ein Glanzlicht in der Potsdamer Region ist im Mai die Wiedereröffnung von Einsteins Sommerhaus in Caputh. Vom Architekten Konrad Wachsmann Ende der 20er Jahren erbaut, blieb das Haus bis zur Vertreibung des jüdischen Denkers durch die Nationalsozialisten Treffpunkt der wissenschaftlichen und politischen Avantgarde. Vor seiner Renovierung war das Holzhaus mit Seeblick lange Zeit nicht zu besichtigen.

Das deutsche Einsteinjahr wird mit 13 Mill. Euro von der Bundesregierung und mit 1,25 Mill. Euro aus Mitteln der Kulturstiftung gefördert. Zum Programm gehören rund 20 große Veranstaltungen in Berlin - von der langen Albert-Einstein-Nacht bis zur Oper „Einstein on the Beach“ in der Staatsoper.

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