Einzigartiges Faltmanöver
„Discovery“-Crew erfüllt ersten Arbeitsauftrag

Die Astronauten der Raumfähre „Discovery“ haben in der Nacht zum Mittwoch erfolgreich den ersten von drei geplanten Außeneinsätzen an der Internationalen Raumstation absolviert. Dabei schauten sie auch nach, ob das Shuttle beschädigt worden war.

HB WASHINGTON.Im Laufe des Tages wollten Spezialisten der US-Weltraumbehörde NASA per Steuerung von der Erde aus mehrere alte Sonnensegel der Station einklappen. Ein derartiges Faltmanöver habe es noch nie gegeben, hieß es bei der NASA in Houston (US-Bundesstaat Texas).

Die Bedenken wegen möglicher Schäden an der „Discovery“ durch Kleinstmeteoriten seien ausgeräumt, sagte John Shannon, der Vize-Leiter des Shuttle-Programms, in der Nacht vor Journalisten. „Das Gefährt ist sauber.“ Der Hitzeschild sei bereit für den Rückflug. Der Shuttle-Kommandant Mark Polansky sagte: „Das heißt, dass wir im vorgesehenen Zeitplan weiterarbeiten könne.“

Bei dem Einsatz in offenen Weltraum montierten der schwedische Astronaut Christer Fuglesang und der Amerikaner Bob Curbeam eine etwa zwei Tonnen schwere containerförmige Vorrichtung an der Station, wie die NASA mitteilte. Dabei habe Fuglesang eine pfundschwere Werkzeugverlängerung verloren, die links von der Station treibe, berichtete die Astronautin Tricia Mack als Einsatzleiterin. Außerdem ersetzten die Raumfahrer das bislang nur provisorische Stromnetz der Station. Ohne die begonnenen Verbesserungen sei ein weiterer Ausbau der Station nicht möglich.

Von der Station aus steuerten die US-Astronautinnen Joan Higginbotham und Sunita Williams den Container mit einem Roboterarm an die richtige Stelle. Dann zogen Fuglesang und Curbeam außen die Schrauben an und schlossen die Kabel an. An der neuen Vorrichtung sollen im kommenden Jahr weitere Segel mit Solarzellen zur Stromversorgung der Raumstation montiert werden. Bis zum Samstag soll die Mannschaft der „Discovery“ noch zwei Mal zu Außeneinsätzen in den Kosmos aussteigen. Der deutsche Langzeit-Raumfahrer Thomas Reiter wird mit dem Shuttle zur Erde zurückkehren. Seinen Platz auf der ISS hat die Amerikanerin Williams eingenommen.

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