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Eis auf US-Seen schmilzt im Frühling immer früher

Die Klimaerwärmung lässt das Eis auf den großen Seen Nordamerikas jedes Frühjahr schneller schmelzen. Das haben US- Forscher herausgefunden, die das Einsetzen des ersten Tauwetters in den größten Süßwasserreservoirs der Welt seit 1 846 miteinander verglichen.

dpa LONDON. Die Klimaerwärmung lässt das Eis auf den großen Seen Nordamerikas jedes Frühjahr schneller schmelzen. Das haben US- Forscher herausgefunden, die das Einsetzen des ersten Tauwetters in den größten Süßwasserreservoirs der Welt seit 1 846 miteinander verglichen.

Sie hatten 61 Seen in Minnesota, Wisconsin, Michigan, New York und Ontario im Visier und stellten fest: 56 davon tauten immer früher - im Durchschnitt zwei Tage pro Dekade, schreibt das britische Fachblatt „New Scientist“ (Nr. 2 513, S. 18) vom nächsten Samstag.

Generell sei eine Tendenz zu früherem Tauwetter seit 1 846 zu verzeichnen, berichteten Barbara Benson von der University von Wisconsin in Madison und Kollegen jüngst auf einer Konferenz der Amerikanischen Ökologengesellschaft in Montréal (Kanada). Dieses Tempo habe sich jedoch seit 1975 verdreifacht. Seitdem sei der Eisbruch zum selben Datum pro Dekade etwa 100 Kilometer nach Norden gewandert, sagte Benson. Von 1975 bis 2004 hat sich die globale Durchschnittstemperatur um 0,4 Grad Celsius erhöht.

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