Elektronisches Ticket für Busse und Bahnen
Rechner buchen Fahrpreis ab

Wer ist nicht schon einmal an einem Ticketautomaten für den öffentlichen Nahverkehr verzweifelt? Entweder funktionierte der Automat gerade nicht, konnte kein Wechselgeld wiedergeben oder die Tarifangaben waren so unverständlich, dass das falsche Ticket gewählt wurde. Das könnte sich mit dem elektronischen Ticket bald ändern, das auf der Berliner Messe Innotrans vorgestellt wird.

HB DRESDEN. Der Fahrgast wird mit Hilfe eines speziellen Handys oder einer Chipkarte, die er bei sich trägt, beim Ein- und Aussteigen automatisch erfasst und der errechnete Fahrpreis direkt von einem Prepaid-Konto oder monatlich vom Bankkonto abgebucht.

Entwickelt wurde das E-Ticket vom Forschungsverbund Intermobil in Dresden. Es wird in einem Pilotprojekt im nächsten Jahr – von Februar bis Juli – mit 3000 Testpersonen in der Region Dresden getestet. Dazu werden 53 Fahrzeuge mit der Erfassungstechnik, einem Bordrechner, Satelliten-Ortungssystem und einer Mobilfunkübertragung ausgestattet. Eine Antenne an den Eingängen von Bus und Straßenbahn erkennt das E-Ticket, das ständig mit minimaler Leistung ein Signal sendet, und weckt es aus seinem Schlafzustand. Sobald die Türen geschlossen sind und das Fahrzeug rollt, erkennt eine zweite Raumerfassungs- Antenne sämtliche aktivierte E-Tickets und speichert die Daten auf dem Bordrechner.

Anschließend werden die Daten des E-Tickets mit den Positionsdaten verknüpft, die mit dem Satelliten-Ortungssystems ermittelt werden, und per Mobilfunk an den Zentralrechner des Verkehrsunternehmens gesendet. Um die Kundendaten zu schützen, werden die Informationen über die zurückgelegte Stecke verschlüsselt und getrennt von den persönlichen Daten übertragen. „Erst bei der Abrechnung fließen diese dann wieder zusammen“, sagt Patrick Almy, Projektleiter des Technik-Lieferanten Siemens Transit Telematic Systems AG.

Für skeptische Kunden, die diesem Abrechnungsverfahren nicht vertrauen, wird eine Prepaid-Variante angeboten. Hier kann der Fahrgast sein E-Ticket an einem speziellen Terminal mit einem Geldbetrag aufladen, ohne persönliche Daten anzugeben. Alternativ kann der Fahrpreis auch durch Verwenden eines Prepaidhandys direkt vom Mobiltelefon abgebucht werden.

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