Energiegewinnung
Neue Lösungen für Biogasanlagen

Die Energiegewinnung mit Biogas liegt im Trend. Mit so genannten Blockheizkraftwerken lässt sich aus nachwachsenden Rohstoffen nicht nur Wärme, sondern auch Strom gewinnen. Und dank einer neuen Einspritztechnik arbeiten diese jetzt noch effizienter.

DÜSSELDORF. Ein Manko der Blockheizkraftwerke: Die Verbrennungseigenschaften der eingesetzten Biogase und Öle schwanken stärker als bei konventionellem Diesel. Der Motorenhersteller Schnell hat sich des Problems angenommen – und das Motorenmanagement für die neuen Biobrennstoffe optimiert. Das Unternehmen gehört zu den Top 5, die für den Hermes-Award – den Technologiepreis der Hannover-Messe – nominiert wurden, der am Sonntag während der Eröffnungsfeier verliehen wird.

Grundsätzlich taugen Blockheizkraftwerken gut, um Krankenhäuser, Schulen, Turnhallen und Bürogebäude mit Energie zu versorgen. Dabei hat die Nutzung von Biomasse als nachhaltige Energiequelle den entscheidenden Vorteil, dass die Energie CO2-neutral produziert werden kann: Es wird nur das Kohlendioxid freigesetzt, das zuvor bei der Entstehung der Biomasse der Atmosphäre entnommen wurde.

Das Biogas wird durch das Vergären von Bioabfällen erzeugt und besteht zu 50 bis 70 Prozent aus Methan. Während früher vor allem kleinere Blockheizkraftwerke in landwirtschaftlichen Betrieben gebaut wurden, werden heute auch Großanlagen im Megawatt-Bereich errichtet. Weil man Biogas gut speichern kann, lässt sich die Stromproduktion in Spitzenzeiten gezielt erhöhen. Wird weniger Strom gebraucht, kann man die Stromerzeugung drosseln.

Durch Nutzung der Abwärme bei der Stromerzeugung – so genannte Kraft-Wärme-Kopplung – erzielen Blockheizkraftwerke einen höheren Gesamtwirkungsgrad als die Kombination von lokaler Heizung und Großkraftwerk. Meist laufen heute so genannte Zündstrahlmotoren in den Blockheizkraftwerken. Das sind Dieselmotoren aus Schleppern und LKWs, die für den Gasbetrieb umgebaut wurden. Das Biogas wird über Gasaustauscher der Verbrennungsluft beigemischt. Eingespitztes Heizöl sorgt im Brennraum für die Zündung. Optimierte Zündstrahlmotoren kommen mit einer Menge von zwei Prozent Zündöl aus, ältere Systeme benötigen bis zu zehn Prozent.

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