Enormer technischer Aufwand
Roboter salzt eigenständig Käselaibe ein

Ein guter Käse will lange reifen, zum Teil monatelang in Kellern oder Höhlen bei konstanter Temperatur und Feuchtigkeit. In dieser Zeit muss jeder Laib immer wieder mit Wasser oder Salzlake abgerieben werden – eine zeitaufwendige und anstrengende Arbeit.

HB DÜSSELDORF. Das Schweizer Unternehmen LEU hat nun einen so genannten Käsepflegeroboter konstruiert, der mit Hilfe der Automatisierungstechnik von Siemens diese Aufgabe erfüllt – und zwar schnell und Bandscheiben schonend.

Der Roboter wird am Anfang einer Gangreihe von Käsepaletten postiert und erledigt die Arbeit von alleine. Er fährt im Gang umher, nimmt die Käselaibe aus ihrem bis zu fünf Meter hohen Gestell, bürstet sie ab, wäscht sie und legt sie schließlich behutsam wieder zurück, ohne die Bakterienschicht auf der äußeren Haut zu verletzen, die dem Käse seinen unverwechselbaren Geschmack verleiht.

Was für einen Menschen selbstverständlich ist, bedeutet für eine Maschine enormen technischen Aufwand: Die Greifvorrichtung muss exakt positioniert werden, soll den Käse sicher aber schonend festhalten und darf keine plötzlichen Bewegungen ausführen.

Die richtige Handhabung ermöglicht die frei programmierbare Simatic-Steuerung sowie der so genannte Umrichter von Siemens. Die Daten über Pflegezeit pro Käse, Bürstendruck oder Beschaffenheit der Laibe werden über ein Touchpad in die Steuerung eingegeben. Ein spezieller Umrichter liefert für den Antriebsmotor des Roboterarmes immer den exakten Strom. Wenn ein Laib angehoben wird und in die Greifzange rutscht, treten plötzliche Kräfte auf, die der Umrichter rasch mit einer höheren Stromleistung abpuffern muss, damit der Roboterarm ruhig bleibt und der Käse nicht beschädigt wird.

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