Enormes Potenzial
Meereswellen liefern saubere Energie

Schlangenförmige Kraftwerke nutzen Meereswellen zur umweltfreundlichen Energieproduktion. Die Ocean Power Delivery Ltd (OPD) in Edinburgh hat einen Prototypen entwickelt, der in diesem Monat vor den Orkney-Inseln im Norden Schottlands ans Netz geht.

BRÜSSEL. Es ist das weltweit erste schwimmende Meereswellenkraftwerk, das in Originalgröße im Einsatz ist. Ein „Wave Dragon“ genanntes Modell wird als Mini-Version in dänischen Gewässern getestet.

OPD hat seinen Prototyp „Pelamis“ getauft – es ist der griechische Name der Seeschlange. Erfinder und OPD-Direktor Richard Yemm passte das 120 Meter lange Kraftwerk ideal an die Bedingungen der Hochsee an – trotz der 750 Tonnen Gewicht kann sich Pelamis schlangenähnlich bewegen. Das ermöglichen Scharniergelenke, die die vier Segmente verbinden

.

In der Nähe der Gelenke befinden sich hydraulische Motoren, die die mechanische Energie in elektrische Energie umsetzen. „Das Auf und Ab der Wellen und die Seitwärtsbewegungen setzen Kolben in Gang, die unter Hochdruck Hydraulikflüssigkeit in einen Ausgleichsbehälter pumpen“, erläutert Max Carcas, Geschäftsdirektor bei OPD. Die Flüssigkeit treibt Generatoren an, die Strom erzeugen. Das System funktioniere selbst bei moderatem Wellengang.

Auch Stürme sind laut Richard Yemm kein Problem: Die „Nase“ auf die anrollenden Wellen gerichtet, taucht Pelamis bei schwerem Seegang unter ihnen durch. Bei Tests habe sich ein Modell als robust erwiesen. „Das System ist auch beim schlimmsten vorstellbaren Jahrhundertsturm sicher“, sagt Yemm.

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