Entwicklung könnte als Doping missbraucht werden
Mäuse mit verändertem Gen laufen weiter

Die Veränderung eines einzelnen Gens macht normale Mäuse zu leistungsfähigen Ausdauersportlern. Das berichten zwei Forschergruppen im Fachjournal „PLoS Biology“ der Public Library of Science (PLoS).

HB SAN FRANCISCO. Die Versuche sollen zu Medikamenten gegen Muskel- oder Stoffwechselkrankheiten führen. Mindestens eine der beiden vorgestellten Methoden könne jedoch auch als Doping missbraucht werden, meinen die Forscher.

Die Marathon-Mäuse des Teams um Ronald Evans vom Salk-Institut in San Diego rannten bis zu 1 800 Meter, bevor sie erschöpft waren - doppelt so weit wie ihre normalen Artgenossen. Die Super-Nager der Forschergruppe um Randall Johnson von der Universität von Kalifornien in San Diego paddelten in Schwimmtests bis zu drei Stunden und fünfzehn Minuten am Stück. Ihre normalen Artgenossen schafften lediglich bis zu zweieinhalb Stunden.

Um aus normalen Mäusen Ausdauersportler zu machen, hatten die Forschergruppen verschiedene Wege beschritten. Beide führten dazu, dass die Mäusemuskeln ihre Energie vorrangig aus dem Verbrennen von Fett zogen, anstatt unter bestimmten Bedingungen auch Zucker zu verwerten. Evans Team veränderte ein Gen, wodurch die transgenen Tiere einen deutlich höheren Anteil der Muskelfasern aufwiesen, die nicht so schnell ermüden. Johnsons Team hingegen hatte mit dem Ausschalten eines Genes nicht die Fasertypen, sondern lediglich den Stoffwechsel der Muskeln verändert.

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