Erfolgreiche „Discovery“-Mission
Nasa greift wieder nach den Sternen

Die Raumfähre „Discovery“ hat ihre zweite Mission seit dem Absturz der „Columbia“ vor drei Jahren erfolgreich beendet. Nach der 13-tägigen Weltraummission scheint der Weiterbau der ISS gesichert, für den die Shuttles unerlässlich sind. Die US-Weltraumbehörde strebt nun auch wieder nach ferneren Zielen.

HB WASHINGTON. Die Sektkorken knallten zwar nicht, aber den Nasa-Ingenieuren dürfte fast zwölf Monate nach der ersten von Pleiten und Pannen begleiteten Rückkehr ins All am Montag ein Riesenstein vom Herzen gefallen sein. Mit dem erfolgreichen Flug der Raumfähre „Discovery“ und der Bilderbuchlandung in Florida hat die Weltraumbehörde unter Beweis gestellt, dass sie für die nächsten Herausforderungen der Weltraumforschung gewappnet ist.

Das Programm, das sich die Nasa zusammen mit mehr als ein Dutzend Partnern wie Russland, Deutschland und Japan vorgenommen hat, ist so ehrgeizig wie kein Bauprojekt im All zuvor. In den nächsten 18 Monaten soll die Internationale Raumstation (ISS) praktisch auf das Doppelte ihrer Größe ausgebaut werden. „Die Raumstation wird dann das erste von Menschen gemachte Objekt sein, dass mit bloßem Auge am helllichten Tag am Himmel zu sehen ist“, sagte Flugdirektor Paul Hill der „Washington Post“.

Geplant sind vier statt dem bislang einen Solarpanel, um genügend Sonnenenergie für den Betrieb einfangen zu können. Der Wohnraum für die Langzeitbesucher soll ausgebaut und die Klimaanlage sowie die Stromversorgung komplett ausgewechselt werden. Die Nasa macht Druck: bis Ende nächsten Jahres sollen die Versorgungsflüge abgeschlossen sein. Nicht, dass die Nasa darauf brennt, das Weltraumlabor endlich so richtig in Betrieb zu nehmen. Noch ehe die Station fertig ist, haben die Amerikaner längst ehrgeizigere Projekte ins Visier genommen. Die Arbeit am Projekt ISS erscheint da fast wie eine lästige Pflichtübung.

„Unsere Nation wird ihre Verpflichtungen gegenüber den Partnern der ISS erfüllen und guten Willen zeigen“, versicherte Nasa-Chef Michael Griffin im Februar im Kongress. Er lässt keinen Zweifel daran, dass ihm die ganze ISS eigentlich schon längst ein Klotz am Bein ist. Griffin hat die Shuttle-Flüge stark zusammengestrichen und will die ganze Flotte bis 2010 einmotten.

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