Erkenntnisse von Bonner Medizinern erhöhen Heilungschancen bei Artheriosklerose
Wirkstoffe halten Adern offen

Beim Kampf gegen den Herzinfarkt ist die Medizintechnik einen guten Schritt voran gekommen. Längst müssen verstopfte Adern nicht mehr durch eine aufwendige Bypassoperation ersetzt werden.

BONN. Engstellen in den Blutgefäßen können mit einem Ballon-Katheter geweitet und durch wirkstoffbeschichtete Stents, offen gehalten werden. Inzwischen erleiden so weniger als 10 % der Patienten einen erneuten Gefäßverschluss. Neue Erkenntnisse von Medizinern der Bonner Uniklinik könnten dazu beitragen, dass auch diesen Patienten künftig mit noch wirksameren Wirkstoffen geholfen werden kann.

Um die geweiteten Gefäßwände offen zu halten, arbeiten Kardiologen schon seit längerem mit den Metallgeflechten (Stents) – allerdings mit mäßigem Erfolg. Sie platzieren den Stent mit Hilfe der Ballon-Katheter an der Innenseite der Adern. Bei jedem dritten Patienten setzten sich die Adern jedoch innerhalb von einem halben Jahr wieder zu. „Erst die neuen mit Wirkstoffen beschichteten Stents haben den Durchbruch für die minimal-invasive Behandlung per Ballon-Katheder gebracht“, sagt Thomas Lüscher, Herzspezialist an der Uniklinik in Zürich.

Auch der Bonner Internist und Kardiologe Gerhard Bauriedel freut sich über den Erfolg mit den beschichteten Stents, die von den US-Firmen Cordis und Boston Scientific entwickelt wurden. Allerdings sei bislang kaum etwas darüber bekannt gewesen, welche Vorgänge in den Gefäßen zu den erneuten Verschlüssen führen. „Wir wollten daher wissen, wodurch der Blutfluß in den geweiteten Gefäße in so vielen Fällen wieder blockiert wird“, sagt Bauriedel, der sich neben seiner Tätigkeit als Arzt auch als Grundlagenforscher versteht.

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