Erleichterung über geglückte Landung
"Discovery"-Landung lässt Europäer hoffen

Nach der geglückten Landung der US-Raumfähre „Discovery“ auf dem Luftwaffenstützpunkt Edwards in Kalifornien rückt die Zukunft des Shuttle-Programms in den Vordergrund.

HB HAMBURG. Mit großer Erleichterung ist in aller Welt die geglückte Landung der US-Raumfähre „Discovery“ am Dienstag in Kalifornien aufgenommen worden. Das Hauptziel der Nasa ist damit geglückt: die altgediente Raumfähre und ihre sieben Mann Besatzung sicher zur Erde zurückzubringen. Bei Weltraumorganisationen war damit die Hoffnung verbunden, nun auch die weiteren gesetzten Ziele der Raumfahrt verwirklichen zu können.

„Bei der „Discovery“-Mission handelte es sich um eine Art Probeflug. Jetzt muss die US-Raumfahrtbehörde Nasa klären, ob die Shuttles für die weiteren geplanten regulären Flüge eingesetzt werden können“, sagte der Sprecher der russischen Raumfahrt-Agentur Roskosmos, Konstantin Krejdenko. Sollte die Nasa reguläre Flüge wieder aufnehmen, werde die Internationale Raumstation ISS nach den alten Plänen weiter aufgebaut. Nach dem „Columbia“- Unglück vor zweieinhalb Jahren konnte die ISS nur von russischen Sojus-Raketen angeflogen werden.

Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) in Paris sprach von einer „fundamentalen Etappe, die es möglich macht, mit den Planungen fortzufahren.“ Die Europäer warten jetzt die Untersuchungen der Nasa zu den aufgetretenen technischen Problemen ab und hoffen, den deutschen Astronauten Thomas Reiter noch in diesem Jahr mit der „Atlantis“ zur ISS schicken zu können. Die ESA setzt auch darauf, dass die Nasa schon bald die weiteren Shuttle-Flüge der kommenden Jahre festlegt.

Die deutsche Raumfahrtindustrie erwartet nach der geglückten Landung der „Discovery“ eine Fortsetzung der Shuttle-Flüge. Damit würde sichergestellt, dass die ISS aufgebaut werden könne, sagte Hans-Joachim Gante, Präsidialgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie. Er sei optimistisch, dass das europäische Weltraumlabor „Columbus“, das unter deutscher Federführung entwickelt und gebaut wurde, planmäßig zur ISS gebracht werden könne. „Für die deutsche Regierung sollte der heutige Tag ein klares Signal sein, an der bemannten Raumfahrt festzuhalten“, sagte Gante.

In Japan sagte der Minister für Wissenschaft und Technologie, Nariaki Nakayama, die erfolgreiche Wiederaufnahme von Space-Shuttle- Flügen gebe „den Partnern der Internationalen Raumstation einschließlich unseres Landes großes Selbstvertrauen“. Ein Sprecher der italienischen Raumfahrtbehörde ASI betonte, der gute Ausgang der Mission sei vor allem der großen von der Nasa angewandten Vorsicht zu verdanken. Dennoch sei die Technologie der Shuttles mittlerweile veraltet und überholt, „deshalb ist es Zeit, in eine neue Phase einzutreten“.

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