Ernährung Der Lachs soll zum Vegetarier werden

Die Deutschen lieben ihren Lachs. Doch das Angebot ist begrenzt, weil die Zucht nicht nachhaltig gelingt. Die Chemiekonzerne Evonik und DSM haben eine Lösung gefunden – sie machen den Lachs zum Vegetarier.
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Der beliebteste Fisch der Deutschen. Quelle: dpa
Lachs-Verkauf

Der beliebteste Fisch der Deutschen.

(Foto: dpa)

EssenDie Deutschen lieben Lachs. Nach Angaben der Nürnberger Gesellschaft für Konsum ist er hierzulande der meistverkaufte Fisch. Rund 14,4 Kilogramm Fangfisch pro Kopf verzehrten die Deutschen 2016 insgesamt - davon waren rund 20 Prozent Lachs.

Weltweit liegt der durchschnittliche Fisch-Verzehr pro Kopf laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) bei 20 Kilogramm. Auch hier ist der Lachs besonders beliebt. Die WHO empfiehlt sogar, wöchentlich ein bis zwei Portionen Fisch pro Person zu verzehren. Den Handel freut das. Genauso wie die Fischfutterproduzenten oder die Fischfarmen. Wäre da nicht das Problem mit dem Fischöl, genauer gesagt: mit den Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA.

Denn die brauchen Menschen, Tiere und auch der Lachs für die Ernährung. Um Lachse in der Zucht ausreichend Omega-3-Fettsäuren zuzuführen, werden sie mit Fischöl gefüttert. Rund 2,72 Millionen Tonnen des jährlich gefangenen Wildfisches wird für die Produktion von Fischmehl oder Fischöl eingesetzt. Anders gesagt: 2,6 Kilogramm Wildfisch werden benötigt, um ein Kilo Lachs zu züchten. Viel zu viel, bemängeln auch Umweltorganisationen. Nichts zuletzt begrenzt die Überfischung der Meere das Wachstum.

Diese Ernährungssünden sollten Sie vermeiden
Auf das Frühstück verzichten
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Schon bevor Sie im Büro sind, können Sie eine Sache falsch machen: Das Frühstück ausfallen lassen. Denn wer morgens nicht frühstückt, dem fehlt die Energie für den Tag. Gehören Sie zu den Menschen, die morgens nur schwer etwas essen können? Nehmen Sie ihr Frühstück einfach mit ins Büro und essen es dort.

Falsche Zwischenmahlzeiten
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Wenn der Heißhunger am Nachmittag kommt, greift der Büroarbeiter schnell mal zum Schokoriegel oder anderen Süßigkeiten. Das Problem: Sie liefern zwar sofort Energie und erhöhen den Blutzuckerspiegel, dieser fällt aber auch schnell wieder ab – und man hat wieder Hunger. Bessere Alternativen sind da Nüsse, Obst und Gemüse oder ein Joghurt.

Nicht genügend trinken
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Bei einer ausgewogenen Ernährung ist es auch wichtig, genügend zu trinken. Denn auch bei gesunder Ernährung führt Flüssigkeitsmangel zu Kopfschmerzen und Antriebslosigkeit. Als guter Richtwert gelten anderthalb bis zwei Liter am Tag.

Das Falsche trinken
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Wichtig bei der Flüssigkeitsaufnahme ist es aber auch, das richtige zu trinken. Besonders auf zuckerhaltige Getränke wie Cola und Limo sollten Sie verzichten. Greifen Sie stattdessen lieber zu Mineralwasser oder Tee. Auch Kaffee kann zu den empfohlenen anderthalb bis zwei Litern hinzu gerechnet werden. Wegen des Koffeins sollten Sie den aber nur in Maßen genießen.

Vor dem Computer essen
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Gerade wer wenig Zeit hat und im Stress ist neigt dazu, die Mittagspause vor dem Bildschirm zu verbringen. Dabei ist die zur Entspannung da. Versuchen Sie stattdessen wirklich eine Auszeit von der Arbeit zu nehmen und ihr Essen an einem anderen Ort einzunehmen. Das hilft auch bei der Verdauung und sorgt durch das bewusstere Essen für ein längeres Sättigungsgefühl.

Gesundes Essen fettig machen
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Selbst wenn Sie sich extra einen frischen Salat gemacht haben, lauert noch eine Gefahr: das Dressing. Wer sich hier zu viel des Guten gönnt, macht auch das gesündeste Essen zur Kalorienbombe. Aus dem gleichen Grund sollten Sie auch auf die Mayonnaise auf dem Vollkorn-Sandwich verzichten.

Zu viel Fleisch essen
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Ob als Wurst auf dem Brot oder als Schnitzel beim Imbiss. Fleisch wird schnell zum Teil der Büroernährung. Dabei sollten selbst überzeugte Fleischesser versuchen, pflanzliche Lebensmittel zur Grundlage ihres Essens zu machen. Ganz darauf verzichten müssen Sie trotzdem nicht. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung gibt als ungefähren Richtwert 300-600 Gramm fettarmes Fleisch pro Woche an.

An dieser Stelle setzt nun eine gemeinsame Erfindung der Chemiekonzerne Evonik aus Essen und DSM aus den Niederlanden an. Sie haben gemeinsam Patente entwickelt, Omega-3-Fettsäuren, die es eigentlich so nur in Fischen gibt, auf Basis einer Alge herzustellen. Eine Weltneuheit, die die Fischzucht revolutionieren könnte. Denn die Erfindung ist so effektiv, dass in Zukunft Fisch nicht mehr an Fisch verfüttert werden muss. Auch der Tierfuttermarkt könnte profitieren.

Und so funktioniert die Herstellung der fischlosen Omega-3-Fettsäuren: Algen werden mit Zucker – bevorzugt aus Mais – angereichert und brauchen nur ein paar Tage, bis sie geerntet werden und aus ihnen ein Algenöl gewonnen werden kann. Das wiederum ist ein hundertprozentiger Ersatz für das bisherige Fischöl, denn es enthält die Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA.

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2 Kommentare zu "Ernährung: Der Lachs soll zum Vegetarier werden"

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  • @ g.nampf: Das ist nur eine Vermutung von ihnen.

  • Der BSE-Skandal (Rinder wurden mit gemahlenen schlachtabfällen gefüttrt) läßt grüßen, nur daß jetzt Raubfische zu Planzenfrssern umerzogen werden sollen.

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