Erst zwölf Frauen haben die Auszeichung in den Naturwissenschaften erhalten
Nobelpreis an US-Forscher für Aufklärung des Geruchssinns

Die US-Forscher Richard Axel und Linda Buck haben in diesem Jahr den Medizin-Nobelpreis für ihre Arbeiten zur Aufklärung des Geruchssinns erhalten. Buck ist erst die zwölfte Frau, die den Preis in den Naturwissenschaften bekommt.

HB STOCKHOLM. Richard Axel und Linda Buck haben eine Gruppe von rund tausend Genen beschrieben. Sie erforschten, wie die Gene das Riech-Gewebe in der Nase aufbauen. Die Preisträger hat das Karolinska Institut am Montag in Stockholm veröffentlicht. Die höchste Auszeichnung für Mediziner ist in diesem Jahr mit umgerechnet 1,1 Millionen Euro dotiert.

Im vergangenen Jahr hatten Paul C. Lauterbur (USA) und Peter Mansfield (Großbritannien) den Medizinnobelpreis erhalten. Sie hatten die Kernspintomographie mitentwickelt, mit der die inneren Organe des Menschen exakt und schonend abbildet werden können. Am Dienstag folgen die Bekanntgaben der Träger des Physik- und am Mittwoch des Chemie-Nobelpreises.

Mit Linda Buck haben erst zwölf Frauen einen naturwissenschaftlichen Nobelpreis bekommen: Zwei für Physik, drei für Chemie und sieben für Medizin. Fünf der Medizin-Auszeichnungen gingen in die USA und je eine nach Italien und Deutschland. Zuletzt hatte 1995 die Tübinger Forscherin Christiane Nüsslein-Volhard die begehrte Auszeichnung in einer naturwissenschaftlichen Disziplin errungen.

Die bisherigen Medizin-Nobelpreisträgerinnen sind:

  • Christiane Nüsslein-Volhar (geb. 1942) in 1995, Deutschland, mit Edward Lewis und Eric Wieschaus (USA) für Entdeckungen zur genetischen Kontrolle der frühen Embryonalentwicklung.
  • Gertrude B. Elion (1918-1999) in 1988, USA, zusammen mit Landsmann George H. Hitchings und dem Briten Sir James Black für die Entdeckung von Prinzipien, auf deren Grundlage neue Arzneimittel entwickelt werden konnten.
  • Rita Levi-Montalcini (geb. 1909) in 1986, Italien, zusammen mit Stanley Cohen (USA) für die Aufklärung der Wachstumsmechanismen von Zellen und Organen.
  • Barbara McClintock (1902 - 1992) in 1983, USA, für ihre Entdeckung der beweglichen Strukturen in der Erbmasse.
  • Rosalyn S. Yalow (geb. 1921) in 1977, USA, zusammen mit ihren Landsleuten Roger Guillemin und Andrew Schally für Entdeckungen über Hormonprodukte im Gehirn und deren Wirkungen im Organismus.
  • Gerty Theresa Cori (1896-1957) in 1947, USA, zusammen mit Ehemann Carl F. Cori und Bernard A. Houssay (Argentinien) für Arbeiten über die Enzyme tierischer Gewebe.
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