Erstmals sind beide US-Marsroboter im Einsatz
"Spirit" ist wieder am Leben

Der amerikanische Mars-Roboter hat in den vergangenen Tagen nur noch geröchelt. Nach zehn Tagen massiver Computerprobleme hat die Nasa den Rover aber per Fernwartung wieder repariert.

HB WASHINGTON/PASADENA. „Spirit“ sei wieder „gesund“, jubelten die Wissenschaftler des Jet Propulsion Laboratory der Nasa am späten Sonntag im kalifornischen Pasadena. Zuvor hatte der drei Wochen nach „Spirit“ gelandete Rover „Opportunity“ seine erste vorsichtige Erkundungsfahrt begonnen und neue Hinweise auf Wasser entdeckt.

„Spirits“ Probleme hatten die Nasa zu Beginn äußerst schwarz sehen lassen. Tagelang hatte der Rover nicht auf Kommandos von der Bodenstation reagiert und nur unsinnige Daten zur Erde gesendet. Computerexperten erkannten dann, dass es an einem Problem mit einer der Datenbanken lag. Das auch in handelsüblichen Kleingeräten wie Digitalkameras eingesetzte „flash memory“ war durch Tausende Daten überlastet.

Diese Daten wurden nun gelöscht, und künftig arbeitet „Spirits“ Computer in einem Modus, der das „flash memory“ schont. In den kommenden Tagen soll Spirit seine Untersuchung eines als „Adirondack“ bezeichneten Felsens fortsetzen, die der Rover kurz vor seinem Defekt begonnen hatte.

„Opportunity“ steht unterdessen erstmals mit allen sechs Rädern fest auf dem Marsboden. Eine Woche nach seiner Ankunft auf dem roten Planeten hatte der Rover sein Landegerät verlassen und drei Meter zurückgelegt. Am Freitag hatte der Rover neue Hinweise auf Wasser entdeckt. An seinem Landeplatz in der Ebene Meridiani Planum machte der Roboter das eisenoxidhaltige Mineral Hämatit aus, das sich entweder auf vulkanische Weise oder in Gegenwart von Wasser bildet. Erste Analysen ergaben nun Hinweise, dass sich das Hämatit in der Tiefebene mit Hilfe von Wasser gebildet haben könnte. Wasser gilt als Grundvoraussetzung für die Entstehung von Leben.

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