Eruption
Experte gibt nach Sonnensturm Entwarnung

Am Dienstagmorgen ist es auf der Sonne zu einer stärkeren Eruption gekommen. Die freigesetzte Partikelwolke ist jetzt auf dem Weg zur Erde. Ihre Auswirkungen werden sich allerdings in Grenzen halten.
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DüsseldorfAm Dienstag kam es auf der Sonne zu einer stärkeren Eruption. Durch den sogenannten Flare entfesselte der Stern einen Sonnensturm und eine Partikelwolke, die zu Spitzenzeiten nahezu die halbe Oberfläche der Sonne bedeckte. Jetzt bewegt sie sich einem Nasa-Modell zufolge mit 1400 Kilometern pro Sekunde auf die Erde zu. Der US-Wetterdienst NWS erwartet, dass sie unseren Planeten am Donnerstag gegen 14 Uhr westeuropäischer Zeit erreicht. Für Michael Danielides vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt ist das allerdings kein Grund zur Sorge.

Heftige Sonneneruptionen können zwar Auswirkungen auf die Erde haben. „Das war jedoch nur ein mittelschwerer Sonnensturm, von einer Größe, die relativ regelmäßig vorkommt“, erklärt der Weltraumphysiker im Gespräch mit Handelsblatt Online. 1989 hatte ein Sonnensturm das Stromnetz in der kanadischen Provinz Québec lahmgelegt. „Mittlerweile sind die Netze allerdings besser auf sogenanntes Weltraumwetter eingestellt.“

Die meisten der energetisch geladenen Teilchen, die in den Sonnenwind eingebettet sind, werden von der Magnetosphäre der Erde abgeleitet. Satelliten können allerdings stärker von dem Sonnenwind beeinflusst werden. Doch auch hier gibt der Experte Entwarnung: „Es könnte zwar geringe Auswirkungen auf das GPS-System haben. Aber die Satellitenbetreiber sind auch auf solche Sonnenstürme vorbereitet.“ Sie können die Satelliten beispielsweise kurzfristig abschalten oder sie so drehen, dass Schutzschilde die Partikel abfangen.

Annika Reinert
Carina Grewe
Handelsblatt Online

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  • Falls die Bewölkung es zulässt, kann man in den nächsten beiden Nächten schöne Polarlichter erwarten.

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