Esa investiert Millionen
Satellit liefert bessere Wetterprognose

Die Weltraumagentur Esa hat 745 Mill. Euro investiert, um das Klima auf der Erde besser zu verstehen. Am Montag Nachmittag startet auf dem Abschussgelände von Baikonur in Kasachstan der erste von drei neuen Hochleistungs-Wettersatelliten ins Weltall.

DÜSSELDORF. Eine neue Generation von Erdbeobachtungs-Satelliten soll die Vorhersage von Wetter- und Klimaveränderungen verbessern. Am Montag Nachmittag startet auf dem Abschussgelände von Baikonur in Kasachstan der erste von drei neuen Hochleistungs-Wettersatelliten ins Weltall, die künftig die Erdatmosphäre mit einer wesentlich höheren Genauigkeit beobachten werden, als dies bislang möglich ist.

Die Klimaforschung und eine möglichst korrekte und langfristige Wettervorhersage werden immer wichtiger. In den vergangenen zehn Jahren traten größere Wetterkatastrophen fast drei Mal so häufig auf wie noch in den sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts. Inzwischen rechnen Experten mit einer Verschärfung dieses Trends – nicht zuletzt auf Grund der globalen Erwärmung, die nach jüngsten Beobachtungen schneller voranschreitet, als man zuvor errechnet hatte.

Dass Metop mehr kann als seine Vorgänger, liegt vor allem an seiner anderen Umlaufbahn. Die Meteosat-Satelliten, die allabendlich die Wetterbilder im Fernsehen liefern, umrunden die Erde über dem Äquator einmal in 24 Stunden in 36 000 Kilometer Höhe. Angesichts der Erdumdrehung ändern sie ihre Position zu einem Bezugspunkt auf der Erde nicht. „Auf Europa beispielsweise schaut der Satellit schräg“, erläutert Uwe Minne, Direktor Erdbeobachtung und Wissenschaft bei Astrium in Friedrichshafen.

Metop dagegen nimmt den Weg über Nord- und Südpol in 817 Kilometer Höhe. Der Umweltsatellit wird dabei die Erde jeweils ein Mal in 100 Minuten auf seiner Umlaufbahn umkreisen, er schneidet also den Äquator rechtwinklig, während sich die Erde quasi unter ihm hindurch dreht. Diese spezielle Bahn führt dazu, dass der Satellit innerhalb eines fünftägigen Zyklus jeden Punkt der Erde jeweils ein Mal überfliegt.

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