Esa-Konferenz
Experten fordern mehr Schutz vor Asteroiden-Einschlägen

„Wie würde die Welt auf die Bedrohung durch einen Asteroideneinschlag reagieren?“. Diese Frage stand im Zentrum einer Konferenz der Europäischen Weltraumorganisation (Esa). Das Fazit der Experten: Die Bevölkerung muss weltweit vor einem im schlimmsten Fall verheerenden Einschlag aus dem All besser geschützt werden.
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HB DARMSTADT. Die Raumfahrtagenturen sollten zum Schutz vor Einschlägen aus dem All international besser zusammenarbeiten, forderten Experten am Freitag in Darmstadt zum Abschluss eines dreitägigen Treffens im Kontrollzentrum der europäischen Weltraumbehörde Esa. Eine Planungsgruppe müsse gebildet werden. Sie soll helfen, Schritte zu koordinieren.

Wichtig sei auch eine bessere Ausstattung mit Teleskopen, um die "Himmelsbomben" rechtzeitig aufspüren zu können. Die Empfehlungen der internationalen Tagung sollen an die Vereinten Nationen weitergeleitet werden. Der Einschlag eines riesigen Himmelskörpers soll auch für das Verschwinden der Dinosaurier verantwortlich sein.

"Wir haben es mit einer globalen Bedrohung zu tun", sagte der Apollo-9-Astronaut Rusty Schweickart als einer der 16 Tagungsteilnehmer. Die internationale Gemeinschaft sei herausgefordert. "Wir entdecken immer mehr Objekte, die an uns vorbeifliegen." Es bestehe zwar keine unmittelbare große Gefahr, die Bedrohung dürfe aber auch nicht heruntergespielt werden.

"Je früher wir einen Asteroiden entdecken, umso besser", sagte Detlef Koschny von der Esa. Dann sei weniger Kraftaufwand nötig, um dessen Flugbahn zu verändern und ihn an der Erde vorbeizuleiten.

Ein Einschlag eines gefährlichen Asteroiden sei alle paar hundert Jahre möglich, sagte Schweickart. 1908 explodierte ein Himmelskörper über Sibirien. Eine riesige Druckwelle zerstörte eine riesige Fläche. Bäume wurden wie Streichhölzer umgeknickt.

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