Esa schickt in dieser Woche Kometensonde ins All

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Esa schickt in dieser Woche Kometensonde ins All

Unverdrossen zeigen sich in diesen Tagen die Europäer in Sachen Raumfahrt. Obwohl es der Esa im Dezember nicht gelang, ihren Mars-Lander „Beagle-2“ auf unserem rötlich schimmernden Nachbarplaneten abzusetzen – er blieb verschollen und wurde jetzt auch offiziell als vermisst gemeldet – starten die Europäer in dieser Woche ein Unternehmen, das noch ganz erheblich schwieriger zu bewerkstelligen sein dürfte als die Mars-Mission.

aj DÜSSELDORF. Sie wollen einen Raumflugkörper in nicht weniger als 675 Millionen Kilometer Entfernung sanft auf einem Kometen aufstellen, der nur vier Kilometer groß ist, aber mit der enormen Geschwindigkeit von 135 000 Kilometer pro Stunde um die Sonne jagt.

Der Start der Kometensonde Rosetta zum Schweifstern „67P/ Churyumow-Gerasimenko“ ist für Donnerstag vorgesehen. Dann soll eine verstärkte europäische Ariane-5-Rakete von Kourou in Französisch-Guayana aus die mit Treibstoff 1 650-Kilogramm- schwere Sonde auf ihre lange Zehn- Jahres-Reise schicken. Erst im August 2014 wird der im Auftrag der Esa unter Leitung der europäischen EADS-Astrium gebaute Kometen- Späher an seinem fernen Ziel eintreffen und in eine Kreisbahn um den Schweifstern einbiegen.

Später, etwa im November 2014, wird er dann in einer Höhe von nur einem Kilometer eine Landekapsel „Philae“ absetzen, die sich bei ihrer durch Stoßdämpfer abgefederten Landung sofort mit beweglichen Spikes in den Boden krallen und festhalten soll.

Als zusätzliche Sicherung wird automatisch eine kleine Harpune in den Boden gefeuert, mit der sich „Philae“ praktisch auf dem Kometen verankert. Dies ist vonnöten, weil der kleine Komet nur eine außerordentlich minimale Anziehungskraft hat, und die Gefahr besteht, das sich das Landegerät bei einem zu heftigen Aufsetzen mit einem gewaltigen Satz für immer von dem Kometen verabschiedet oder sich bei unkontrollierten Sprüngen selbst beschädigt und außer Funktion setzt. Immerhin wiegt der auf der Erde 100 Kilogramm schwere „Philae“ dann auf dem Kometen nur noch wenige Gramm.

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