Etatentwurf vorgestellt
Esa will Geld für Mars-Landung

Die europäische Weltraumbehörde Esa möchte mehr Geld in ihr Marsfahrzeug ExoMars investieren. Im neuen Etatentwurf nimmt die Marsmission einen zentralen Platz ein. Daneben will die Esa auch ihre Sehfähigkeit verbessern.
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HB PARIS. Die Europäische Raumfahrtorganisation Esa möchte stärker in das Marsfahrzeug ExoMars investieren. Das erklärte Esa-Generaldirektor Jean-Jacques Dordain am Montag bei der Vorstellung des Haushaltentwurf seiner Behörde in Paris. Weitere Schwerpunkte in dem zehn Milliarden Euro umfassenden Etatentwurf sind die Klimaforschung, ein Raumfrachter und der Schutz von Raumfahrzeugen vor Weltraumschrott. Die ESA-Minister kommen am 25. und 26. November zusammen, um den Esa-Etat für die kommenden fünf Jahre zu beschließen.

Den Start ihres Marsautos habe die Esa von November 2013 auf Januar 2016 verschoben, um mehr Zeit für die Entwicklung zu haben, sagte Dourdain. ExoMars soll den Marsboden noch in zwei Metern Tiefe erkunden. Zu dem 1,2 Milliarden Euro teuren Projekt sollen die USA das System zur Kommunikation beisteuern. Eine Kürzung des Programms lehnte Dourdain ab. Wenn man Experimente beschneide, gäben die dahinter stehenden Staaten meist weniger Geld und das Finanzierungsproblem bleibe, sagte er.

Probleme bereitet der Esa die Zunahme des Weltraumschrotts, der zu Korrekturen von Satellitenbahnen zwingt. „Wir sind blind“, sagte Dourdain. Die Europäer könnten nur Objekte von mehr als zehn Metern Durchmesser erfassen und seien daher auf fremde Hilfe angewiesen. Das soll sich ändern. Außerdem möchte die Esa das „Weltallwetter“ mehr beobachten, weil Sonnenstürme Satelliten gefährden können.

Bemannte Raumflüge haben für die Esa dagegen keine Priorität. Bis 2010 wolle man aber 30 Millionen Euro in die Definition von Projekten investieren. Vor größeren Ausgaben müsse man wissen, ob die Nutzung der Raumstation 2015 auslaufe. Die Esa möchte aber - in Kooperation mit Russland - einen Raumfrachter entwickeln, der Material zurück zur Erde bringen kann. Auch an ein Mondlandegerät wird gedacht. Außerdem soll die Trägerrakete Ariane-5 ECA weiterentwickelt werden.

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