EU
EU verteilt 57 Milliarden für Wissenschaft

Die Bildungs- und Forschungsminister der EU haben eine erste, vorläufige Aufteilung der EU-Mittel des 7. EU-Rahmenprogramms für Forschung bekannt gegeben. Von den insgesamt 57,4 Mrd. Euro sollen rund 30 Mrd.

dpa GRAZ. Die Bildungs- und Forschungsminister der EU haben eine erste, vorläufige Aufteilung der EU-Mittel des 7. EU-Rahmenprogramms für Forschung bekannt gegeben. Von den insgesamt 57,4 Mrd. Euro sollen rund 30 Mrd. über einen Zeitraum von sieben Jahren auf neun spezielle Forschungsbereiche verteilt werden.

7,5 Mrd. gehen in die Grundlagenforschung und 4,6 Mrd. Euro sollen in die Förderung der Ausbildung und Mobilität europäischer Wissenschaftler investiert werden. Schließlich sind erstmals 4,2 Mrd. Euro für die Förderung der Forschung in kleineren und mittleren Betrieben eingeplant.

Österreichs Bildungsministerin Elisabeth Gehrer sagte am Freitag nach dem informellen Treffen der 25 EU-Minister für Bildung und Wissenschaft, sie hoffe, dass der endgültige Ausgabenkatalog noch innerhalb der österreichischen Ratspräsidentschaft bis Ende Juni verabschiedet werde. Er soll am 1. Januar 2007 in Kraft treten. Zwar gebe es noch Wünsche einiger Mitgliedsländer, doch sei die Übereinstimmung unter den Mitgliedern sehr groß, sagte Gehrer vor Journalisten. Der neue Haushalt, der gegenüber dem auslaufenden Rahmenplan um 60 Prozent aufgestockt wurde, solle „bewirken, was wir wollen: Die EU auf dem Weg zur Wissensgesellschaft weiter nach vorn zu bringen“.

Der Vizepräsident der EU-Kommission, Günter Verheugen, der an den zweitägigen Beratungen teilgenommen hatte, betonte, dauerhafte Wettbewerbsvorteile seien für Europa nur durch Investitionen in Forschung und Technologie zu erreichen. „Wir haben Fortschritte gemacht, aber dies ist noch kein Grund zur Zufriedenheit.“ Insgesamt hat die EU für das 7. Rahmenprogramm 30 Prozent weniger Geld zur Verfügung als ursprünglich von der Kommission gefordert worden war.

„Europa gibt pro Jahr nur wenig mehr für Forschung aus als das Unternehmen mit den höchsten Forschungsaufwendungen in der EU, Daimler-Chrysler“, sagte Verheugen. „Leider ist hier auch der Abstand zu den USA größer geworden“. Wenn es nicht gelinge, „die Kluft zu schließen, werden wir ein enormes Problem haben“.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%