EU-geförderte Untersuchung
Solarstrom wird preislich interessant

Solarstrom aus speziellen Großkraftwerken könnte dank technischer Verbesserungen in den kommenden 15 bis 20 Jahren preislich attraktiv werden. Das ist das Ergebnis einer EU-geförderten Untersuchung, die das Deutsche Zentrum für Luft und Raumfahrt (DLR) in Köln am Mittwoch vorgestellt hat.

mx DÜSSELDORF. Demnach sei ein konkurrenzfähiges Preisniveau denkbar: Derzeit betragen die Kosten aus solarthermischen Kraftwerken rund 15 bis 20 Cent pro Kilowattstunde. In sonnenreichen Gegenden könnten die Kosten laut Studie auf fünf bis sieben Cent fallen. Das DLR hat die Studie „Ecostar“ gemeinsam mit Forschungspartnern unter anderem aus Frankreich, Spanien, Russland und Israel erarbeitet.

Die Technik, die auf großen Spiegelsystemen beruht, werde laut DRL-Sprecher bisher erst in den USA genutzt und ergebe nur in sonnenreichen Ländern Sinn. Die Spiegel bündeln das Licht und erhitzen damit Wasserdampf auf bis zu 600 Grad Celsius, der dann eine Dampfturbine antreibt. In Spanien werden nach Aussage des DLR-Experten Jürgen Dersch einige Anlagen gebaut, die voraussichtlich 2007 oder 2008 in Betrieb gehen könnten. Da in den USA die Gaspreise in der Vergangenheit sehr niedrig waren, seien dort seit Anfang der 90er Jahre keine neuen Solar-Großkraftwerke hinzugekommen. Für Deutschland sei diese Technologie wenig interessant, weil die Sonnenstrahlung nicht intensiv genug sei.

Damit es künftig zu Preisen kommt, die konkurrenzfähig sind gegenüber fossilen Energieträgern, gibt es aber laut Dersch einige Voraussetzungen. Einsparungen ließen sich vor allen durch Massenfertigungseffekte von Bauteilen und technische Innovationen erreichen. Dringend notwendig sei auch, die Forschungsanstrengungen auf dem Gebiet der solarthermischen Kraftwerke zu verstärken, um fossile Ressourcen wie Kohle zu schonen.

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