EU-Projekt
Rechnernetz erleichtert Zugang zu Kulturgütern

Europäische Forscher wollen den Zugriff auf die Kulturgüter Europas erleichtern – zumindest in digitaler Form. Sie entwickeln ein Rechnernetz, in dem Kunstwerke, Bücher und Sammlungen gespeichert und per Mausklick verfügbar gemacht werden.

HB DÜSSELDORF. Die Daten, die von Bibliotheken, Museen und Forschungseinrichtungen digitalisiert werden, lagern allerdings nicht auf einem zentralen Computer, sondern auf Rechnern, die europaweit verteilt sind. Der Vorteil: „Selbst wenn der Computer bei einem Großbrand wie in der Anna-Amalia-Bibiliothek in Weimar zerstört wird, bleibt die Infrastruktur erhalten. Der Zugriff auf die anderen Angebote ist weiterhin möglich“, sagt Thomas Risse, Leiter der Abteilung Intelligente Informations-Umgebungen beim Fraunhofer-Institut für Integrierte Publikations- und Informationssysteme IPSI.

Unter der Leitung dieses Instituts haben sich 24 Organisationen aus neun Ländern zusammengeschlossen, um die Recherche und den Zugriff auf kulturelle Güter zu vereinfachen. Das von der EU geförderte Projekt heißt Bricks (Building Resources for Integrated Cultural Knowledge Services) und soll das europäische Kulturerbe in einer dezentralen digitalen, multimedialen Bibliothek vernetzen. Jeder Teilnehmer des Netzwerkes installiert einen Knotenpunkt – die Verknüpfung erfolgt peer-to-peer. Das heißt, alle Computer sind gleichberechtigt und können sowohl Dienste in Anspruch nehmen als auch Dienste zur Verfügung stellen.

Diese Lösung ist nicht nur sicherer, sondern auch billiger. Da die Aufgaben des Netzes auf mehrere Rechner verteilt ist, wird keine zusätzliche Hardware benötigt. Damit das System auch für kleinere Museen und Einrichtungen bezahlbar wird, soll mit so genannter Open- Source-Software gearbeitet werden, die kostenlos zur Verfügung steht und von allen Teilnehmern weiterentwickelt und gepflegt wird. „Ideal wäre es, wenn daraus ein Selbstläufer wie Linux würde“, sagt Risse.

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