Europäische Südsternwarte
Rekord-Planeten-Entdeckung: 50 auf einen Streich

Astronomen der Europäischen Südsternwarte haben mit ihrem Super-Teleskop Harps gleich 50 neue Planeten auf einmal entdeckt. Darunter sind auch zahlreiche erdähnliche Planeten, auf denen Leben möglich sein könnte
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GarchingAuf der Suche nach einer zweiten Erde ist Astronomen ein besonders reicher Fischzug gelungen: An der Europäischen Südsternwarte (Eso) entdeckten Planetenjäger insgesamt 50 Begleiter ferner Sonnen. Die Zahl der bekannten Planeten außerhalb unseres eigenen Sonnensystems, sogenannter Exoplaneten, erhöht sich damit auf rund 670. Eine zweite Erde ist noch nicht dabei, aber unter den Neuentdeckungen befinden sich auch 16 sogenannte Supererden - vergleichsweise kleine Planeten, die höchstens zehn Mal so viel Masse haben wie unsere Erde. Eine davon umkreist ihren Stern am Rand der bewohnbaren Zone. Ob es dort Leben geben könnte, ist ungeklärt.

Die Massenentdeckung gelang mit dem Instrument Harps am La-Silla-Observatorium der ESO in Chile. Es misst das regelmäßige. leichte Hin- und Herschwanken von Sternen, an denen die Schwerkraft ein oder mehrerer Planeten zerrt. „Diese reiche Ernte an Harps-Entdeckungen hat alle unsere Erwartungen übertroffen. Sie schließt eine außergewöhnlich große Zahl an Supererden und Neptun-ähnlichen Planeten ein, die um Sterne kreisen, die unserer Sonne sehr ähnlich sind“, sagte der Leiter des Teams, Michel Mayor von der Universität Genf, der die Ergebnisse am Montag (Ortszeit) auf einer Konferenz im US-Bundesstaat Wyoming präsentierte.

Von besonderem Interesse sind für die Astronomen die Supererden, weil es sich dabei um Gesteinsplaneten wie die Erde handeln könnte, nicht um unbewohnbare Gasriesen wie Jupiter oder Saturn. Harps (High Accuracy Radial velocity Planet Searcher) hat bislang fünf Exoplaneten mit weniger als fünf Erdmassen identifiziert. „Diese Planeten gehören zu den besten Kandidaten für die Beobachtung durch zukünftige Weltraumteleskope, die in den Atmosphären von Exoplaneten nach Anzeichen für Leben suchen werden - etwa nach chemischen Fingerabdrücken, die auf das Vorhandensein von Sauerstoff hinweisen“, erläuterte Francesco Pepe vom Observatorium Genf in einer Eso-Mitteilung.

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Europäer sind die erfolgreichsten Planetenjäger

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