Europäischen Raumfahrbehörde
Kometenjäger mit Fernglas zu sehen

Die Kometensonde „Rosetta“ stattet der Erde in der Nacht zum Samstag einen Besuch ab. Dabei wird sie sich bis auf 1900 Kilometer nähern. Nach Angaben der Europäischen Raumfahrbehörde Esa ist die Sonde bei klarem Himmel voraussichtlich zwischen 23 Uhr und 23.05 Uhr mit einfachen Ferngläsern über Mitteleuropa zu sehen.

dpa DARMSTADT. Den geringsten Abstand zur Erde erreiche sie gegen 23.10 Uhr über Mexiko. Sie befinde sich dann westlich des Sterns Orion. Die drei Tonnen schwere Sonde wurde vor rund einem Jahr, am 2. März 2004, zu ihrer zehnjährigen Reise zum Kometen „Tschurjumow- Gerasimenko geschickt. Den notwendigen Schwung dafür hole sie sich bei insgesamt drei Vorbeiflügen an der Erde, erläuterte Paolo Ferri von der europäischen Raumfahrtkontrollstation Esoc in Darmstadt. Sie wird jeweils von der Anziehungskraft der Erde beschleunigt, ohne jedoch darauf zu stürzen.

Der glänzende Kometenjäger wird mit einer Geschwindigkeit von 37 000 Kilometern in der Stunde am Freitag von 20 Uhr an den Himmel vom Südosten nach Südwesten durchqueren. Das Leuchten entsteht durch die Anstrahlung der Sonne insbesondere auf den Kollektoren-Flügeln mit einer Spannweite von 32 Metern.

Weitere Heimatbesuche von „Rosetta“ sind im November 2007 und 2009 geplant. Das Treffen mit dem Kometen steht 2014 im Kalender. Dort soll die Sonde den Lander „Philae“ absetzen. Von der Kometenforschung erhoffen sich Wissenschaftler Erkenntnisse über die Entstehung des Planetensystems vor 4,6 Mrd. Jahren. Außerdem untersuchen sie, welche Rolle Kometeneinschläge bei den Beginn des Lebens auf der Erde gespielt haben. Die Esa hat einen Fotowettbewerb ausgeschrieben. Der Gewinner wird zum nächsten Satellitenstart in die Darmstädter Kontrollstation eingeladen.

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