Europäisches Raumschiff
„Jules Verne“ startet ins All

Eine Ariane-Rakete hat das Raumschiff „Jules Verne“ vom Weltraumbahnhof in Französisch-Guyana aus ins All gebracht. Es soll an die ISS ankoppeln und die Astronauten mit Nahrungsmitteln, Wasser und Ausrüstung versorgen. Damit haben die Europäer erstmals einen eigenständigen Zugang zur Raumstation ISS.

HB CAYENNE. Die „Jules Verne“ soll sechs Monate lang mit der ISS verbunden bleiben und mit seinem Triebwerk die Raumstation auf eine höhere Umlaufbahn führen. Die ISS hat bei ihrem Flug um die Erde ständig etwas an Höhe verloren. Die zehn Meter lange und rund 20 Tonnen schwere „Jules Verne“, ein Automated Transfer Vehicle (ATV), soll schließlich als „Mülleimer“ der ISS benutzt werden und sechs Tonnen Abfall aufnehmen. Nach Erfüllung ihrer Aufgaben soll das komplexeste je in Europa entwickelte Raumfahrzeug schließlich in der Atmosphäre verglühen.

Die Europäische Raumfahrtagentur (ESA) beziffert die Kosten für das erste ATV inklusive Entwicklung, Kontrollzentrum und den Transport mit der europäischen Trägerrakete auf 1,3 Milliarden Euro. Nach „Jules Verne“ sind mindestens vier weitere ATV-Missionen geplant, die jeweils 350 Millionen Euro kosten sollen.

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