Europas großes Kooperationsprojekt
Hintergrund zum Navigationssystem Galileo

Europa will mit dem satellitengesteuerten Navigationssystem Galileo die Vormachtstellung des amerikanischen GPS-Systems brechen.

HB DARMSTADT. Galileo soll genauer und zuverlässiger arbeiten und vor allem für zivile Dienste eingesetzt werden. Das System kann die Position eines Gegenstandes auf der Erde mit einer Abweichung von wenigen Zentimetern bestimmen. Einsatzgebiete sind vor allem der Auto-, Flug- und Schiffsverkehr. Bis 2020 sollen 3,6 Mrd. Empfangsgeräte bedient werden.

Für das System will die Europäische Raumfahrt 30 Satelliten auf drei Umlaufbahnen in Höhe von 24 000 Kilometer schießen. Das GPS-System verfügt nur über 24 Flugkörper. Eine genaue Ortsbestimmung ist nur dann möglich, wenn mindestens drei Satelliten gleichzeitig eine gemeinsame Fläche auf der Erde erfassen können. Im Gegensatz zum GPS will Galileo seinen Kunden eine Garantie für seine Dienstleistung geben.

Die Planung liegt in der Hand der Galileo Joint Undertaking (GJU), einer gemeinsamen Gesellschaft der Europäischen Union und der Europäischen Weltraumagentur (ESA). Sie finanziert die Aufbauphase mit 1,2 Mrd. Euro. Die restlichen rund zwei Mrd. Euro sollen gemeinsam mit einem europäischen Firmenkonsortium aufgebracht werden, das später das System marktwirtschaftlich führen soll. Das System soll spätestens 2010 einsatzbereit sein.

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