Ex-Google-Ingenieur Mo Gawdat „Alles, was Sie in Sci-Fi-Filmen sehen, wird auch passieren“

Der Ex-Google-X-Manager glaubt, dass bald das Sci-Fi-Zeitalter anbricht. Die Technik werde sich rasend schnell entwickeln – doch es gebe auch Risiken.
3 Kommentare
„Kontrolle ist eine Illusion.“ (Foto: Twitter)
Ehemaliger Google-Ingenieur Mo Gawdat

„Kontrolle ist eine Illusion.“

(Foto: Twitter)

Die futuristische Science-Fiction-Welt wird schon bald Alltag sein. Das glaubt zumindest Mo Gawdat. Er leitete früher Google X, die auch „Moonshot Factory“ genannte Forschungsabteilung des Internetriesen, die unter anderem an künstlicher Intelligenz forscht und die Google-Brille entwickelte.

„Alles, was Sie in Sci-Fi-Filmen sehen, wird auch passieren“, sagte Gawdat laut CNBC auf der Credit Suisse Global Megatrends Conference in Singapur. Vor allem die Bereiche Robotertechnik, maschinelles Lernen, Blockchain sowie Virtual und Augmented Reality würden die Zukunft prägen.

In vielen technologischen Bereichen hätten Forscher schon enorme Fortschritte erzielt, sagte Gawdat, beispielsweise bei der künstlichen Intelligenz. Schon bald würden Roboter alltägliche Aufgaben übernehmen, die Maschinen könnten dann lernen und würden irgendwann „viel schlauer sein als wir“.

Die Medizin werde bis zum Jahr 2050 enorme Fortschritte erzielen: „Wir werden die menschliche Lebenserwartung jedes Jahr um ein Jahr erhöhen.“

„Alles zusammengenommen, glaube ich zum ersten Mal, dass wir wirklich auf eine Science-Fiction-Welt zusteuern“, fuhr er fort.

Der Ex-Google-Ingenieur hob hervor, wie rasend schnell sich die Technologie entwickle. „Alles passiert so schnell, dass man sich kaum noch über das Ausmaß der Veränderung zwischen diesem und vergangenem Jahr bewusst ist.“ Bald würden neue Technologien nicht mehr in Jahresabständen, sondern innerhalb weniger Monate entwickelt.

„Es wird zu keiner 'Robokalypse' kommen“

„Es wird zu keiner 'Robokalypse' kommen“

Anders als zum Beispiel Tesla-Chef Elon Musk, der regelmäßig vor künstlicher Intelligenz warnt, glaubt Gawdat, dass man Maschinen Werte und gutes Verhalten einprogrammieren könne. Risiken sieht der 50-Jährige dennoch. „Kontrolle ist eine Illusion“, sagte er. „Vor allem, wenn man versucht, eine Spezies zu kontrollieren, die viel schlauer ist als man selbst.“

Schon heute gäbe es Gefahren in der digitalen Welt, und dies lasse sich auch nicht verhindern. „Der cleverste Hacker kann heute schon alle Sicherheitsmaßnahmen im Netz überwinden“, sagte Gawdat. „Und wer wird in 20 Jahren der cleverste Hacker sein? Die Maschinen.“

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Startseite

Mehr zu: Ex-Google-Ingenieur Mo Gawdat - „Alles, was Sie in Sci-Fi-Filmen sehen, wird auch passieren“

3 Kommentare zu "Ex-Google-Ingenieur Mo Gawdat: „Alles, was Sie in Sci-Fi-Filmen sehen, wird auch passieren“"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Wir sind an einer Wegscheide - zwischen Untergang durch Folgen von Technik und absolut auf Technik basierter Existenz. Ganz ehrlich: dann lieber zurück in die Urgesellschaft. Da hätte die komplette Schöpfung Platz; nicht nur eine Spezis, die von sich behauptet, intelligent zu Handeln - es aber in der Summe nicht tut.

  • wir können wirklich davon ausgehen, dass die K.I. bald unser Leben bestimmen wird. Das alles kann seine Vor-aber auch Nachteile haben. Genau das aber liegt an uns selbst, was wir für uns daraus machen.

    Generell hat keiner von uns die Möglichkeit, diese Entwicklung zu beeinflussen, oder gar zu stoppen. gegen das Argument der Kostenoptimierung kommt keiner an, denn selbst in China arbeiten K.I.'s günstiger und besser, als Menschen es können.

    Aber wenn wir mir VR-Brille und Anzug die Matrix erleben können, werden viele Menschen in die Matrix gehen und dort alles das erfüllt bekommen, was das reale Leben ihnen verwehrt. Der kleiner Marcon kann in der Matrix endlich so viel Bomben abwerfen werfen, wie er will. Keiner wird ihn verachten, nur weil er mal wieder das Völkerrecht gebrochen hat.

    Objektiv gesehen ist die Matrix das, wonach sich fast alle Menschen gesehnt haben.

  • „Schon heute gäbe es Gefahren in der digitalen Welt, und dies lasse sich auch nicht verhindern. „Der cleverste Hacker kann heute schon alle Sicherheitsmaßnahmen im Netz überwinden“, sagte Gawdat. „Und wer wird in 20 Jahren der cleverste Hacker sein? Die Maschinen.“

    Aber nur, wenn man (der Mensch) sie lässt. Herr Gawdat glaubt doch selbst auch, „dass man Maschinen Werte und gutes Verhalten einprogrammieren könne“.

    Dass die – die Maschinen - dann schlauer sein werden als einzelne Menschen glaube ich ja („Risiken sieht der 50-Jährige dennoch. „Kontrolle ist eine Illusion“, sagte er. „Vor allem, wenn man versucht, eine Spezies zu kontrollieren, die viel schlauer ist als man selbst“). Risiken gibt es immer. Aber für meine Begriffe ist Kontrolle schon immer eine Illusion gewesen. Der Freiheitsdrang der Menschen war - und ist - immer noch stark genug, Kontroll- bzw. Überwachungsgelüste anmaßender „Herrscher“, die mit „Kontrolle“ zuvorderst „Machtsicherung“ und nicht etwa „Erkenntnisgewinn“ oder „öffentliche Ordnung" (bzw. Gemeinwesen) assoziieren auszutricksen und zu überwinden. Maschinen dürften da wohl keine Gelüste nach verspüren.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%