Exoplanet KELT-11b Eine Planet wie Styropor

Der schwimmt sogar in Wasser – falls es irgendwo so viel Wasser gäbe, dass ein Planet von Jupiter-ähnlichen Dimensionen darin schwimmen könnte. Doch nicht nur wegen dieser Eigenschaft ist KELT-11b ein echter Exot.
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Der Planet umkreist einen Stern, der sich zu einem Roten Riesen entwickeln wird. (Illustration: Walter Robinson/Lehigh University)
Exoplanet Kelt-11b

Der Planet umkreist einen Stern, der sich zu einem Roten Riesen entwickeln wird. (Illustration: Walter Robinson/Lehigh University)

Heidelberg320 Lichtjahre entfernt von der Erde umkreist ein Exoplanet seinen Stern, der Astronomen gleich mehrfach erfreut. Denn KELT-11b besitzt gleich mehrere rekordverdächtige Eigenschaften, die ihn zu einem optimalen Beobachtungsobjekt machen, wie Joshua Pepper von der Leigh University und sein Team im „Astronomical Journey“ schreiben.

„Er ist richtig aufgebläht, so dass er 40 Prozent größer als Jupiter ist. Gleichzeitig weist er nur ein Fünftel von dessen Masse auf“, so Pepper. KELT-11b besitzt damit nur die Dichte von Styropor, so dass er locker auf Wasser schwimmen könnte. Momentan ist er der Planet mit der drittkleinsten Dichte, der bislang erfasst wurde.

Neu entdeckte Planeten sind Kandidaten für Leben im All
Sieben erdähnliche Planeten entdeckt
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Astronomen haben sieben erdähnliche Planeten bei einem Roten Zwergstern in unserer kosmischen Nachbarschaft aufgespürt. Sechs dieser Exoplaneten liegen in einer Temperaturzone, in der Wasser flüssig sein kann – eine Voraussetzung für Leben, wie wir es kennen.

Planetensystem Trappist-1
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Drei der Planeten könnten sogar Ozeane auf ihrer Oberfläche besitzen, sofern sie erdähnliche Atmosphären haben, schreiben die Forscher um Michaël Gillon von der Universität Liège (Lüttich) im britischen Fachblatt „Nature“. Damit gehört das Sonnensystem des Roten Zwergs namens Trappist-1 zu den aussichtsreichsten Orten für die Suche nach außerirdischem Leben. Hinweise darauf haben die Forscher aber nicht.

40 Lichtjahre entfernt
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Das Zwergsternsystem liegt knapp 40 Lichtjahre entfernt und damit nach kosmischen Maßstäben praktisch vor unserer Haustür. Trotzdem würden irdische Raumsonden für eine Reise dorthin Jahrtausende benötigen.

Umlaufbahnen der Planeten von Trappist-1
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Drei der Exoplaneten hatte dasselbe Team bereits 2016 beschrieben. Es war der erste Fund von Exoplaneten bei einem Roten Zwergstern, einem der häufigsten Sterntypen in unserer Heimatgalaxie, der Milchstraße. Weitere vier Planeten dieses Sterns haben die Forscher nun durch sorgfältige Nachbeobachtung entdeckt. Alle sieben sind ungefähr so groß wie die Erde und wahrscheinlich Gesteinsplaneten. (Foto: IoA/Amanda Smith)

Vergleich Trappist-1 mit den Gesteinsplaneten des Sonnensystems
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Der Zwergstern, den diese Planeten umkreisen, hat lediglich acht Prozent der Masse unserer Sonne. Er ist nicht einmal halb so heiß, wodurch auf seinen Planeten trotz ihrer engen Umlaufbahnen gemäßigte Temperaturen herrschen. Die inneren sechs Trabanten umrunden ihren Stern in 1,5 bis 12 Tagen, die Umlaufzeit des äußersten Planeten ließ sich noch nicht genau bestimmen. (Foto: NASA/JPL-Caltech)

Exoplanet Kepler-1647b
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Bislang haben Astronomen über 3500 Exoplaneten - also Planeten außerhalb unseres Sonnensystems - registriert. Einer der interessantesten ist Kepler-1647b (als schwarzer Punkt im Zentrum des Bildes vor seinen beiden Sternen dargestellt), der bislang größte Exoplanet, der gleich zwei Sterne umkreist. Ihn entdeckten Wissenschaftler vor einiger Zeit mit Hilfe des Weltraumteleskops Kepler. Kepler-1647b hat ungefähr die Größe von Jupiter, einer seiner beiden Sterne ist etwas größer, der andere etwas kleiner als unsere Sonne.

Exoplanet Kepler-1647b (künstlerische Darstellung)
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Planeten, die ein Doppelsternsystem umkreisen, werden auch als „Tatooine“ bezeichnet, in Anlehnung an den Namen des fiktiven Heimatplaneten von Luke Skywalker aus der Star-Wars-Saga, der ebenfalls um ein Sonnenpaar kreist. Kepler-1647b ist rund 3700 Lichtjahre von der Erde entfernt. Für einen kompletten Umlauf um seine beiden Sterne benötigt er 1107 Erdentagen.

Mehr noch faszinierte die Astronomen allerdings die riesige Atmosphäre des Planeten, die einen Durchmesser von mehr als 2760 Kilometern aufweist. Da KELT-11b seinen sehr hell leuchtenden Stern in geringer Distanz umrundet, macht ihn das zu einem der am besten zu beobachtenden Exoplaneten in der Südhemisphäre der Erde.

Aufgespürt wurde er mit dem KELT-Projekt (Kilodegree Extremely Little Telescope), das zwei Teleskope in Südafrika und Arizona nutzt, um Exoplaneten vor sehr hellen Sternen zu entdecken. Mit Hilfe der gewaltigen Atmosphäre von KELP-11b wollen die Forscher einige Messinstrumente testen.

Der Exoplanet nähert sich aber – in kosmischen Maßstäben – wohl seinem Ende: Er umkreist seinen Stern in nur fünf Tagen, also auf einer sehr engen Umlaufbahn. Gleichzeitig ist dieser Stern größer und massereicher als unsere Sonne. Mittelfristig dürfte er sich daher nach Einschätzung der Forscher zu einem Roten Riesen aufblähen und seinen planetaren Begleiter verschlucken.

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