Forschung + Innovation
Experten: Bei Grippe-Pandemie fehlen Beatmungspläne

Ein nationaler Grippe-Pandemie-Plan muss nach Ansicht von Lungenexperten dringend um Pläne zur Beatmung der Erkrankten erweitert werden. Bislang endeten alle Aktionspläne bei der Aufnahme der Patienten im Krankenhaus, kritisierte Prof.

dpa BERLIN. Ein nationaler Grippe-Pandemie-Plan muss nach Ansicht von Lungenexperten dringend um Pläne zur Beatmung der Erkrankten erweitert werden. Bislang endeten alle Aktionspläne bei der Aufnahme der Patienten im Krankenhaus, kritisierte Prof. Dieter Köhler auf dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie am Mittwoch in Berlin.

Viele Grippe-Kranke bekämen jedoch auch Lungenentzündung. „In der kritischen Phase brauchen nicht wenige dieser Patienten eine Beatmung. Das ist aber mit den jetzigen Intensivstationen in keiner Weise zu leisten.“

Anstelle der bislang vielerorts favorisierten invasiven Beatmung durch Intubation setzen die Experten deshalb auf die einfachere Maskenbeatmung. „Der große Vorteil ist die breite Verfügbarkeit. Es gibt zahlreiche Heimbeatmungsgeräte auf dem Markt, die relativ rasch mobilisierbar sind“, sagte Köhler. Voraussetzung sei jedoch, dass die Kliniken Erfahrungen mit Maskenbeatmung habe.

Entsprechende Empfehlungen für die Behandlung von Atemwegserkrankungen im Fall einer Grippe-Pandemie wird die Gesellschaft in Kürze veröffentlichen. Nach Absprache mit dem Robert Koch-Institut könnten diese Empfehlungen dann dem Pandemie-Plan angehängt werden.

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