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Extrem aggressives Virus verursacht Vogelgrippe bei Zugvögeln

Das unter Zugvögeln in China ausgebrochene Vogelgrippevirus ist eine besonders aggressive Variante des Erregers. Dieses Virus hat das Potenzial, sich mit den Zugvögeln in ganz Asien und darüber hinaus auszubreiten, befürchten chinesische Forscher nach einer genauen Untersuchung des Virus.

dpa WASHINGTON. Das unter Zugvögeln in China ausgebrochene Vogelgrippevirus ist eine besonders aggressive Variante des Erregers. Dieses Virus hat das Potenzial, sich mit den Zugvögeln in ganz Asien und darüber hinaus auszubreiten, befürchten chinesische Forscher nach einer genauen Untersuchung des Virus.

Sie berichten über ihre Ergebnisse im US-Fachblatt „Science“ (DOI: 10.1 126/science.1 115 273).

Am 4. Mai dieses Jahres wurden die ersten Zugvögel tot auf der Vogelinsel im Qinghai-See im Westen Chinas entdeckt, bis Ende Juni waren mehr als tausend Vögel an der Vogelgrippe erkrankt oder verendet. Der See ist eines der wichtigsten Brutgebiete für Zugvögel aus Südostasien, Sibirien, Australien und Neuseeland. Das Virus, mit dem sich die Vögel infiziert hatten, gehört zum H5n1-Typ, von dem Wissenschaftler fürchten, dass er in veränderter Form eine weltweite schwere Grippewelle unter Menschen auslösen könnte.

Die Forscher um Jinhua Liu von der China Agricultural University in Peking untersuchten nun das Erbgut von vier verschiedenen H5n1- Viren, die sie aus erkrankten oder toten Zugvögeln isoliert hatten. Sie fanden heraus, dass das Erbgut dieser Viren verschiedene Kennzeichen sehr aggressiver Virusvarianten aufweist. Dies bestätigte sich auch im Tierversuch: Hühner, die die Forscher mit den verschiedenen H5n1-Viren infizierten, starben innerhalb von 20 Stunden, auch Mäuse überlebten die Infektion nicht.

Bislang sind in Südostasien 55 Menschen an der Vogelgrippe gestorben, die sich derzeit aber in der Regel nicht von Mensch zu Mensch verbreitet.

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