Exzellenzinitiative
Das Ende der Gleichheitslüge

Vor vier Jahren kam die Exzellenzinitiative ins Rollen. Die Zwischenbilanz fällt überraschend positiv aus: Sie hat mehr Schwung in die verkrustete deutsche Hochschullandschaft gebracht, als selbst die größten Optimisten für möglich gehalten hätten.

DÜSSELDORF. Es war eine dieser typischen Polit-PR-Veranstaltungen der rot-grünen Schröder-Regierung: „Deutschland. Das von morgen“ lautete der manierierte Titel des Innovationskongresses im Januar 2004 im futuristischen Gehry-Bau am Pariser Platz. Und das Hochschul-Förderkonzept, das die damalige Wissenschaftsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) dort präsentierte, hieß „Brain up! Deutschland sucht seine Spitzenuniversitäten“. Die Feuilletons waren sich einig: eine Lachnummer. Die Bundesregierung, ätzte Thüringens Wissenschaftsministerin Dagmar Schipanski, werde mit dem Wettbewerb noch ähnliche Überraschungen erleben wie RTL mit Daniel Küblböck.

Heute, gut vier Jahre später, wissen wir es besser: Die Exzellenzinitiative, die aus der „Brain up!“-Idee hervorgegangen ist, hat mehr Schwung in die verkrustete deutsche Hochschullandschaft gebracht, als selbst die größten Optimisten für möglich gehalten hätten. „An den Universitäten ist so viel in Bewegung wie noch nie in den 25 Jahren, seit ich bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft bin“, sagt Michael Schuster, Programmdirektor für Geistes- und Sozialwissenschaften bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). 1,9 Milliarden Euro vergeben Bund und Länder bis 2011 an neun Elite-Unis, 37 Exzellenzcluster und 39 Graduiertenschulen.

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