Forschung + Innovation
Fachleute raten bei Rheuma weiter zu COX-2-Hemmern

Nach der Marktrücknahme von „Vioxx“ und „Bextra“ raten Experten dennoch zur Behandlung durch Präparate mit so genannten „Cox-2-Hemmern“.

dpa DRESDEN. Nach der Marktrücknahme von „Vioxx“ und „Bextra“ raten Experten dennoch zur Behandlung durch Präparate mit so genannten „Cox-2-Hemmern“. Namentlich nannte Rieke Alten von der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (Dgrh) am Rande einer Fachkonferenz in Dresden das Präparat „Celebrex“ für den deutschen Markt.

Die Therapie solle so kurz und so niedrig dosiert wie möglich werden. Für die Langzeittherapie verwies die Expertin auf ein alternierendes Modell - ein Tag Einnahme, am nächsten Pause. Rund 1 500 Fachleute aus Europa diskutieren bis Sonnabend in Dresden neue Methoden zur Rheumadiagnose und -therapie.

Zur Grundlagentherapie könnten weiterhin der Wirkstoff Methotrexat dienen und neuere, relativ teure Biologika, die relativ früh im Entzündungsprozesse eingreifen. Für Patienten ohne weitere Gesundheitsrisiken, zum Beispiel nach Sportunfällen, bleiben laut Alten nichtsteroidale Entzündungshemmer wie Diclofenac oder Ibuprofen das Mittel der Wahl.

Die so genannten Cox-2-Hemmer gelten als hochwirksam, gleichzeitig aber als Risikofaktoren für Infarkte und lebensbedrohliche Hautreaktionen. Nichtsteroidale Entzündungshemmer können zu Magen-Darm-Problemen führen.

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