Fahrer-Assistenzsysteme sind Wachstumsmarkt für Zulieferer: Hoffnungsträger Auto-Sicherheit

Fahrer-Assistenzsysteme sind Wachstumsmarkt für Zulieferer
Hoffnungsträger Auto-Sicherheit

Einer Studie zufolge steht Auto-Sicherheitssystemen wie dem Elektronischen Stabilitäts-Programm (ESP) eine große Zukunft bevor. Experten rechnen damit, dass sich dies in den kommenden zwölf Jahren zu einem Milliardenmarkt für die Zulieferindustrie entwickelt.

HB HAMBURG. Das Marktvolumen allein für Deutschland werde sich bis 2010 voraussichtlich auf 11,6 Mrd. € von derzeit knapp drei Mrd. erhöhen und damit fast vervierfachen, schätzt das Leverkusener Prognoseinstitut B&D Forecast in einer am Montag veröffentlichten Studie. Bis 2015 rechnet Institutsleiter Ferdinand Dudenhöffer mit einem weiteren Anstieg auf 15 Mrd. €. Für Europa geht er von einem Marktvolumen von 25 Mrd. € im Jahr 2010 und 33 Mrd. € im Jahr 2015 aus, was im Vergleich zum heutigen Stand fast einer Verfünffachung entspräche. Dabei sei die Bereitschaft der Neuwagen-Käufer, die mit zusätzlichen Sicherheitsausstattungen verbundenen höheren Preise zu bezahlen, in Italien, Frankreich und Spanien wesentlich geringer als in Deutschland. Profitieren dürften von der Entwicklung Dudenhöffer zufolge vor allem die großen deutschen Automobilzulieferer wie Bosch, Continental, Hella und Siemens-Automotive.

Mit Fahrer-Assistenzsystemen wie der automatischen Müdigkeitserkennung, Spurwechsel-Assistenten oder der automatischen Notbremse wollen die Autohersteller die Sicherheit beim Autofahren erhöhen und sich in zunehmend gesättigten Märkten zugleich von der Konkurrenz abheben. Deshalb arbeiten derzeit alle großen Autobauer an der Entwicklung solcher Systeme. Die in der Forschung befindlichen Systeme reichen dabei bis hin zur Umfelderkennung mittels Radar, durch das der Fahrer etwa beim Abbiegen gewarnt werden kann. Auch an Nachtsichtgeräten wird gearbeitet, um Fußgänger im Dunkeln rechtzeitig zu erkennen.

Neben dem Stellenwert des Themas Sicherheit beim Autokauf begründet Dudenhöffer seine Prognose auch mit der zunehmenden Alterung der Bevölkerung, die Fahrer-Assistenzsysteme notwendig mache. Eine Analyse von B&D zeigt, dass der Anteil der Neuwagenkäufer, die älter als 60 Jahre alt sind, von heute rund einem Viertel bis 2015 auf über ein Drittel zunehmen wird. Gleichzeitig nehme die Bevölkerungszahl immer weiter ab. „Sollte sich der langfristige Bevölkerungsrückgang in Deutschland nicht durch eine neue Zuwanderungspolitik kompensieren lassen, geht nach 2015 der Wachstumsprozess des Automarktes in Deutschland zu Ende. Umso wichtiger wird es für die Autohersteller mit Wertwachstum das zurückliegende Mengenwachstum auszugleichen“, schrieb Dudenhöffer.

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