Forschung + Innovation
FDP will neuen Anlauf für therapeutisches Klonen

Die FDP will nach der Bundestagswahl einen neuen Anlauf für die Freigabe des therapeutischen Klonens nehmen.

dpa BERLIN. Die FDP will nach der Bundestagswahl einen neuen Anlauf für die Freigabe des therapeutischen Klonens nehmen.

Als erster Schritt müsse das Stammzellenimportgesetz so geändert werden, dass deutsche Wissenschaftler, die im Ausland mit Stammzellen arbeiten, nicht kriminalisiert würden und dass der Stammzellenimport freigegeben werde, sagte die FDP-Forschungsexpertin Ulrike Flach am Donnerstag in Berlin.

Nach ihrer Ansicht sollte dieses Thema in einem Koalitionsvertrag festgeschrieben oder die Abstimmung darüber ausdrücklich freigegeben werden. Längerfristig sieht Flach auch gute Chancen für eine Freigabe des therapeutischen Klonens, nachdem sowohl Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) als auch Kanzlerkandidatin Angela Merkel (CDU) dies als ein „Schlüsselthema für die Innovationsfähigkeit“ des Landes dargestellt hätten.

2002 hatten 340 von 618 Bundestagsabgeordneten ohne Fraktionszwang dafür gestimmt, der Forschung an Stammzellen in Deutschland enge Grenzen zu setzen. In Deutschland dürfen Wissenschaftler zwar keine Stammzellen aus menschlichen Embryonen gewinnen, für hochrangige Forschungsziele aber welche aus dem Ausland importieren. Diese müssen vor 2002 durch künstliche Befruchtung gewonnen worden sein.

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