Forschung + Innovation
Fehlsteuerung im Hirn Ursache für Multiple Sklerose

Fehlsteuerungen im Gehirn sind nach neueren Untersuchungen vermutlich Ursache für die bisher unheilbare Autoimmunkrankheit Multiple Sklerose (MS). Das sagte der Vizevorsitzende der deutschen Gesellschaft für Neurologie, Prof. Christoph Diener, zum Beginn des Neurologenkongresses in Wiesbaden.

dpa WIESBADEN. Fehlsteuerungen im Gehirn sind nach neueren Untersuchungen vermutlich Ursache für die bisher unheilbare Autoimmunkrankheit Multiple Sklerose (MS). Das sagte der Vizevorsitzende der deutschen Gesellschaft für Neurologie, Prof. Christoph Diener, zum Beginn des Neurologenkongresses in Wiesbaden.

Bestimmte Abwehrzellen im Gehirn seien bei MS dauerhaft aktiviert und verursachten eine schleichende Zerstörung von Hirngewebe, sagte Diener. Zugleich versagten offensichtlich körpereigene Reparaturmechanismen im Hirn. Es müssten schnell Medikamente entwickelt werden, die diese fehlgesteuerten Immunzellen regulierten, forderte der Essener Neurologe. An MS sind in Deutschland etwa 110 000 Menschen erkrankt.

Prof. Ralf Gold vom Institut für Multiple Sklerose Forschung (Imsf) in Göttingen sagte, nach neueren Studien würden bei MS nicht nur die Markscheiden rund um die Nervenfortsätze, sondern auch Nervenzellen selbst irreparabel beschädigt. Deshalb seien künftig Therapien von besonderer Bedeutung, die die Nervenfortsätze und die Nerven selbst schützten.

Zu der Neurologentagung haben sich bis zum Samstag (24.9.) rund 3 200 Teilnehmer angemeldet - nach Darstellung der Fachgesellschaft ein neuer Rekord. Weitere wichtige Themen sind die Schüttellähmung Parkinson und der Schlaganfall.

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