Fischsaurier: Räuberischer Herrscher der Urzeitmeere

Fischsaurier
Räuberischer Herrscher der Urzeitmeere

Über acht Meter lang und mit scharfen Reißzähne bewaffnet – so sah der Herrscher der Meere vor über 240 Millionen Jahren aus. Heute verrät er Wissenschaftlern viel über die Ökosysteme seiner Zeit.
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BonnWie ein Monster der Meere wirkt der Fischsaurier Thalattoarchon saurophagis auf heutige Betrachter. Der mehr als acht Meter lange Meeresräuber ließ selbst den größten Meerestieren seiner Zeit keine Chance. Doch inzwischen hat er seinen Schrecken längst verloren.

Heute können Forscher wie der Bonner Paläontologe Martin Sander aus den fossilen Überresten des Fischsauriers viel über die Ökosysteme seiner Zeit erfahren. „Der Top-Räuber zeigt uns, dass schon vor 244 Millionen Jahren die Ökosysteme so funktioniert haben wie heute“, so Sander.

Der Meeresherrscher sei nur acht Millionen Jahre nach einer globalen Katastrophe aufgetaucht, bei der ein Großteil des Lebens an Land und in den Ozeanen ausgelöscht wurde. „Es ist überraschend, wie schnell sich die Lebenswelt von der globalen Katastrophe erholt hat“, so Sander. Der Forscher hat in der aktuellen Ausgabe des Fachjournals „PNAS“ eine Studie über den „saurierfressenden Meeresherrscher“ – so die Übersetzung von Thalattoarchon saurophagis – veröffentlicht.

Sander hatte das Fossil schon 1998 in den abgelegenen Augusta Mountains in Nevada entdeckt wurde. „Es war sofort klar, dass es sich um einen Ichthyosaurier – also einen Fischsaurier – handeln musste“, so Sander.

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Räuberischer Herrscher der Urzeitmeere

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Ungewöhnlich scharfe Reißzähne

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