Flexible Packhelfer
Roboter entladen Container

Packroboter gibt es längst. Sie sortieren Pakete, heben sie auf Bänder oder wiegen sie. Das Ausladen von Paketen aus Fracht-Containern geschieht allerdings per Hand – noch. Bremer Forscher haben mit Logistikern der Deutschen Post einen flexiblen Packhelfer entwickelt.

HAMBURG. „Im Gegensatz zu immer gleich bleibenden Handgriffen wie sie Industrieroboter beispielsweise am Fließband im Logistikzentrum verrichten, muss der Paketroboter flexibel sein. Seine Arbeitsumgebung ändert sich ständig“, sagt Wolfgang Echelmeyer, Entwickler beim Bremer Institut für Betriebstechnik und angewandte Arbeitswissenschaft (Biba).

Die Bremer Forscher haben in Kooperation mit dem Innovationszentrum der Deutsche Post World Net in Troisdorf die Herausforderung angenommen und einen Packhelfer entwickelt, der selbstständig Pakete identifizieren und aus einem Container heben kann. „Unser Paketroboter ist weltweit die erste voll autonome Anlage, die Container mit losen Stückgütern entlädt“, sagt Keith Ulrich, Leiter des Technologie- und Innovationsmanagements bei der Deutschen Post World Net. „Damit ist nun auch eine Automatisierung des körperlich schweren Ladegeschäfts an der Rampe möglich.“

Das Entladen eines Containers ist für Maschinen eine anspruchsvolle Aufgabe. „Man macht den Frachtbehälter auf und sieht erst dann, wie die Pakete liegen“, erklärt Biba-Entwickler Echelmeyer das Problem. Der Mensch erfasst eine solche Situation sofort und kann mit der Arbeit beginnen. Ein Industrieroboter mit geringer eigener Intelligenz, der einfach nur in Intervallen festgelegte Bewegungen vollzieht, würde dagegen oft ins Leere greifen.

Der neue Paketroboter musste lernen, autonom zu agieren. Damit er weiß, welche Bewegungen er machen muss, analysiert er zuerst seine Umgebung. Ein Laserscanner ersetzt den Blick des menschlichen Auges. Er erfasst den Inhalt des Containers und rechnet ihn in ein virtuelles Modell um. Dieses nutzt die Steuerungssoftware des Roboters, um den Automaten kollisionsfrei zu den Paketen zu lenken. Das Programm stammt von der EADS-Raumfahrttochter Astrium Space Transportation. Zugleich kalkuliert die Steuerung, wo sich an den Paketen die besten Stellen zum Zupacken befinden.

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