Flug zur Raumstation

Sojus-Kapsel muss Andockmanöver verschieben

Das Andockmanöver einer Sojus-Kapsel an der Internationalen Raumstation ISS ist aufgrund von Komplikationen verschoben worden. Bis Freitag müssen die drei Raumfahrer nun in der Kapsel ausharren.
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Raketen-Panne: Andockmanöver geht schief

BaikonurWegen einer Computerpanne ist die Ankunft von drei Raumfahrern aus Russland und den USA an der Internationalen Raumstation ISS vorerst gescheitert. Grund seien Probleme mit dem Navigationssystem, teilte der Chef der russischen Raumfahrtbehörde, Oleg Ostapenko, am Mittwochmorgen nach Angaben der Agentur Interfax mit.

Das Andockmanöver ist nun für 0.58 Uhr MEZ in der Nacht auf Freitag geplant. Die Männer hätten genug Trinkwasser und Nahrung für den nun zweitägigen Flug dabei, betonte das Flugleitzentrum bei Moskau.

Chinas Antwort auf die ISS
Video grab of 3D animation of China's Tiangong-1 space module
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China schickt am Donnerstag sein erstes Testmodul für eine eigene Weltraumstation ins All.

(Auf die Qualität der hier gezeigten Bilder hat Handelsblatt Online keinen Einfluss)

Video grab of 3D animation of China's Tiangong-1 space module
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„Tiangong-1“ - „Himmelspalast-1“ hebt am Donnerstag vom chinesischen Weltraumbahnhof Jiuquan in der Wüste Gobi ab.

Video grab of 3D animation of China's Tiangong-1 space module
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Das 8,5 Tonnen schwere Modul ist der erste Schritt auf dem Weg zu einer chinesischen Raumstation.

Video grab of 3D animation of China's Tiangong-1 space module
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Im November soll ein unbemanntes Raumschiff an dem Testmodul andocken.

Video grab of 3D animation of China's Tiangong-1 space module
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Das Kopplungsmanöver gilt als wichtige Voraussetzung für den Aufbau einer bemannten Station.

Video grab of 3D animation of China's Tiangong-1 orbiting the Earth
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Nach den Plänen Pekings soll die neue Station an die Stelle der internationalen Raumstation ISS treten, wenn deren Betrieb im Jahr 2020 eingestellt wird.

Video grab of 3D animation of China's Tiangong-1 space module
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Mit ihrem Raumfahrtprogramm will die Volksrepublik zeigen, dass sie auch technisch zum Kreis der Supermächte gehört.

Die Russen Alexander Skworzow und Oleg Artemjew sowie der US-Amerikaner Steve Swanson waren am Dienstagabend pünktlich um 22.17 Uhr MEZ vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan abgehoben und sollten um 4.04 Uhr am Mittwoch an der ISS andocken. Während des Fluges tauchten dann aber technische Probleme auf.

Laut Nasa zündete der Antrieb nicht wie geplant. Die Crew sei aber guter Stimmung, und es bestehe keine Gefahr. Alle Systeme an Bord arbeiteten fehlerlos. Die drei Raumfahrer Steve Swanson, Alexander Skworzow and Oleg Artemjew sollen sechs Monate auf der ISS verbringen. Auf der Raumstation sind bereits seit November der japanische Astronaut Koichi Wakata, der Amerikaner Rick Mastracchio und der Russe Michail Tjurin.

Normalerweise benötigen die russischen Raumschiffe zwei Tage, um die ISS zu erreichen. Der Start am Mittwoch sollte die fünfte nur sechs Stunden dauernde „Schnellreise“ zur Station werden.

Das Verhältnis zwischen den USA und Russland ist wegen der Annexion der ukrainischen Teilrepublik Krim derzeit stark angespannt. Allerdings sind die beiden Länder bei der ISS zur Zusammenarbeit verdammt. Die USA sind auf die Nutzung der russischen Sojus-Raketen angewiesen, da sie seit dem Ende des Space-Shuttle-Programms über keine Möglichkeit verfügen, selbst Astronauten ins All zu bringen. Insgesamt sind 16 Staaten an der ISS beteiligt. Finanziert wird sie vor allem von Russland und den USA.

  • dpa
  • ap
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