Flugpionier Piccard Mit Sonnenkraft um die Welt

Einmal um die Welt - und das nur mithilfe der Sonne. Schon in drei Jahren will der Technik-Visionär Bertrand Piccard das mit einem neuen Solarflieger schaffen. Dafür wirbt er auch um deutsche Partner.
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Einen Prototyp gibt es schon für den Solarflieger. Im Jahr 2014 will der Schweizer Bertrand Piccard mit einem neuen Modell die Grenzen der Physik ausreizen. Quelle: ap

Einen Prototyp gibt es schon für den Solarflieger. Im Jahr 2014 will der Schweizer Bertrand Piccard mit einem neuen Modell die Grenzen der Physik ausreizen.

(Foto: ap)

MünchenDer Plan ist gewagt: Mit einem wackeligen Solarflugzeug will Bertrand Piccard einmal um die Welt fliegen. Schon in drei Jahren soll es so weit sein.

Fast 100 Millionen Schweizer Franken (umgerechnet 82 Millionen Euro) hat der Luftfahrtpionier in der europäischen Wirtschaft bereits eingesammelt. Unter den Förderern finden sich Namen von Rang: Neben dem Chemiekonzern Bayer ist auch die Deutsche Bank bei Solar Impulse an Bord. Doch Piccard will mehr. „Wir hätten gerne weitere Partner aus Deutschland, Unternehmen wie Siemens oder Bosch“, sagt der 53-Jährige im Interview mit dem Handelsblatt. „Wir haben doch dasselbe Thema: den effizienten Umgang mit Energie.“

Der Schweizer ist auf Werbetour in eigener Sache unterwegs. Der Mann, dem 1999 der spektakuläre Flug mit einem Ballon rund um den Globus gelang, will nun mit einem Solarflugzeug dieses Husarenstück wiederholen. „Mit Solar Impulse suchen wir die größtmögliche Herausforderung. Ein Flugzeug, das Tag und Nacht ohne Treibstoff fliegt, zeigt, dass Unmögliches möglich werden kann.“

Piccard bietet den Unternehmen Sponsorpartnerschaften an

Die Energiewende in Deutschland kommt dem studierten Psychiater gerade recht. Er bietet den Unternehmen Sponsorpartnerschaften: Sie steuern neben Geld auch Technologie bei und können mit dem Projekt für sich werben.

80 Mitarbeiter beschäftigt Piccard in Lausanne direkt, hinzu kommen noch einmal 170 Berater und Partner in ganz Europa. Seit 2009 fliegt ein Prototyp. 2014 soll mit einem geplanten zweiten Flieger die Weltumrundung in Angriff genommen werden. Der französische Ingenieurdienstleister Altran unterstützt die Planung, Bayer liefert Hochleistungsfolien und Nanotechnologie. „Wir suchen nicht verzweifelt Geld, deshalb sind wir sehr wählerisch mit unseren Partnern“, sagt Piccard.

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  • Forschung aus Niedersachsen hilft beim Solarflug um die Erde:
    http://www.youtube.com/watch?v=Wjd_Ab01JDo

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